Ulm News, 30.04.2014 00:00
Maischerze erlaubt, Straftaten nicht!
Wenn der Scherz zur Straftat wird, ist es für die Betroffenen schon lange kein Spaß mehr. Die Polizei mahnt zur Vernunft. Schon seit Generationen ziehen junge Menschen durch die Nacht zum 1. Mai, mit den berüchtigten Maischerzen. Doch was einst einmal originell und witzig erschien, ist heute für viele zu langweilig.
Stattdessen werden die Scherze zu Straftaten und der Alkoholmissbrauch nimmt zu. Die Polizei warnt: Die Nacht auf den 1. Mai ist kein "Ausnahmetag" an dem die Polizei ein Auge zu drückt. Ganz im Gegenteil, die Polizei geht in dieser Nacht vermehrt auf Streife. Sie wird Präsenz zeigen. Sie wird Jugendschutz- und Verkehrskontrollen durchführen. Diese sollen vor allem verhindern, dass junge Menschen zu arg über die Stänge schlagen oder Berauschte sich ans Steuer setzen und sich und andere gefährden. Die Verursacher von Schäden erwarten Strafen und Ersatzforderungen. Die Polizei bittet die Eltern und Erziehungsberechtigten: Erklären Sie Ihren Kindern, was erlaubt ist. Zeigen Sie die Folgen falschen Verhaltens auf. Geben Sie Ihnen keine Gegenstände mit, die zu Sachbeschädigungen verleiten. Ermutigen Sie Ihre Kinder, auch ihre Freunde bei Bedarf von strafbaren Handlungen abzuhalten. Die Polizei wird bei den Kontrollen solche Sachen wie Ketchup, Farbe oder Eier einbehalten. Durch die Mithilfe und die Vernunft aller lassen sich dann auch gefährliche Ereignisse verhindern, wie die Polizei sie letztes Jahr registrierte. Etwa als in Mittelbiberach Unbekannte nachts Baustahlkörbe auf der Straße platzierten. Ein Auto erfasste das gefährliche Hindernis. Zum Glück gab es nur Sachschaden. Ein ähnlich gefährliches Hindernis aus Bausteinen erreichteten Unbekannte in Donzdorf. Eine Polizeistreife beseitigte die Gefahrenstelle rechtzeitig. Oder als in Heidenheim eine Silvesterrakete durch eine Tür in einen Wohnraum geschossen wurde. Der 67-jährige Bewohner blieb zum Glück unverletzt. Gefährlich ist auch, aus den Straßen die Kanaldeckel zu heben, wie letztes Jahr in Süßen und Nattheim der Polizei gemeldet wurde. Wegen der hohen Unfallgefahr ermittelt die Polizei in solchen Fällen wegen gefährlicher Eingriffe in den Straßenverkehr. Auch Sachbeschädigungen wurden am Folgetag gemeldet, etwa aus Ulm, wo eine Tonkugel beim Umsetzen beschädigt wurde, durch Eierwürfe in Gerstetten und Göppingen, Farbschmierereien ebenfalls in Gerstetten, wo Wände und ein Verteilerkasten beschädigt wurden. Aber auch eingeschlagene Scheiben, umgebogene Verkehrszeichen und beschädigte oder gestohlene Pflanzen oder Bäume sind keine Scherze.







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