Ulm News, 18.09.2013 12:15
Not nur vorgetäuscht
Wegen Betrugs ermittelt das Polizeirevier Ulm-Mitte gegen eine Bettlerin, die am Dienstag in Nellingen mit Mitleid Geld verdienen wollte.
Zeugen reagierten richtig, als ihnen zwei Bettlerinnen in Nellingen auffielen. Sie informierten die Polizei, die das Duo schon bald überprüfte. Die 44-Jährige und deren minderjährige Tochter aus Osteuropa hatten beide Bettelkarten dabei. Darauf war eine angebliche Notlage in der Heimat beschrieben. Das sollte Mitleid erregen und die Spendenbereitschaft wecken. Die Karten und erbetteltes Geld mussten die Ertappten abgeben. Die Mutter erwartet eine Strafanzeige wegen Betrugs. Weil sie im Ausland lebt, musste sie für das Strafverfahren eine Sicherheit hinterlegen.
Nach den Erfahrungen der Polizei stecken hinter Bettlern häufig professionell agierende Netzwerke. In diesen Fällen schöpfen Hintermänner den Löwenanteil des erbettelten Geldes ab. Sie erzielen für sich selbst mitunter beachtliche Einkommen. Jenen, die in ihrem Auftrag an fremden Türen oder auf öffentlichen Plätzen betteln, bleiben dann nur Kleinstbeträge. Häufig werden auf so genannten Bettelkarten vermeintliche Notlagen geschildert. Mitunter sollen Stempel den Schriftstücken zu einem amtlichen Aussehen verhelfen. Die Polizeidirektion Ulm rät zur gesunden Skepsis. Wer Gutes tun und gezielt spenden will, erhält Auskunft über anerkannte, förderungswürdige, Spenden sammelnde Organisationen beim Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI), Bernadottestraße 94, 14195 Berlin, Telefon 030/839001-0, www.dzi.de.




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