Ulm News, 02.04.2012 05:00
Weltmarktführer aus Ulm mit künstlichen Diamanten
Der GFD-Geschäftsführer Dr. Peter Gluche war Doktorand an der Universität Ulm und gründete mit Dr. Andre Flöter die Gesellschaft für Diamantprodukte mbH (GFD). Die GFD entwickelt und produziert heute mit acht Mitarbeitern künstliche Diamantbeschichtungen. Die diamantbeschichteten Präzisionsteile, etwa in Form von messerscharfen Klingen für die Papier- und Folienindustrie, ultra präzisen Zahnrädchen oder Diamant-Zifferblättern für die Schweizer Uhrenindustrie oder Fräsern für die Bearbeitung von schwer zerspanbaren Werkstoffen, sind weltweit begehrt.
Denn die Beschichtungen, die von der GFD erforscht und angewandt werden, ermöglichen eine bis zum 1000 Mal höhere Standzeit gegenüber konventionellen Klingen und Werkzeugen aus Stahl. Der Verschleiß und damit die Maschinenstandzeiten werden radikal reduziert. Uhrwerkteile aus Ulm halten Luxusuhren von Cartier, Jäger le Coultre und Ulysee Nardin in Schwung. „Diese Uhren sind nahezu unkaputtbar“, betont der Unternehmer. Derzeit entwickeln die Ulmer Forscher einen Luxus-Nassrasierer, der über 1000 Rasuren zulässt. In den vergangenen Jahren wuchs der Umsatz durchschnittlich um 30 Prozent – und auch der Platzbedarf. Daher möchte die GFD ihre Produktions– und Forschungsräume im Science Park II deutlich vergrößern. Die positive Geschäftsentwicklung wird sich fortsetzen, da die GFD über ein Dutzend wichtiger Patente für die künstliche Diamantproduktion besitzt. „Wir sind Weltmarktführer. Andere Firmen können das nicht“, stellt Dr. Gluche stolz fest. „Die angewandte Forschung machen wir selber, die Grundlagenforschung muss über die Uni laufen, da diese ganz spezielle Mikroskope hat“, berichtet Dr. Gluche über die Zusammenarbeit mit der Uni. Studierende forschen hier, wie Diamantschichten künstlich, in voller Härte und möglichst oberflächenglatt hergestellt werden können. Der Wissenstransfer ist keine Einbahnstraße. Gerade hat die GFD einen zweijährigen Forschungsauftrag an die Uni vergeben. Die GFD plant, dieses Projekt mit 130 000 Euro zu finanzieren. Die Arbeit und Forschung in der Wissenschaftsstadt und in den Science Parks bezeichnet Dr. Gluche als „extrem effizient. Es gibt hier ein phantastisches Entwicklungsumfeld“.




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