Ulm News, 09.03.2012 18:33
Ostalbderbykracher in Heidenheim
Seit Wochen gibt es rund um die Ostalb kaum noch ein anderes Thema wie das Fußballderby da der 1 FC Heidenheim als Fünfter und der Tabellenführer VfR Aalen am Samstag im Drittligaspitzenspiel aufeinandertreffen. Wegen der SWR-Liveübertragung im Regionalfernsehen wurde die Partie aus der Voit-Arena auf 13.30 Uhr vorverlegt. 10 000 werden im Stadion sein, wenn der Polizeibeamte Tobias Welz aus Wiesbaden als Bundesligaschiedsrichter die Mannschaften aufs Feld führt.
Die Stimmung ist schon seit Tagen angeheizt, da Heidenheims Coach am vergangen Samstag nach dem torlosen Unentschieden in Osnabrück erklärte, dass sie auf jeden Fall die drei Punkte im Heimspiel holen werden und die Siegesserie des VfR Aalen von acht siegreichen Spielen beenden werden. Schließlich gehe ja jede Serie einmal zu Ende!“ Ob das so klug war, lassen wir mal dahingestellt, zumal sich die Gastgeber dadurch auch selbst gewaltig unter Druck gesetzt haben und sich zum Favoriten gekürt haben. Nicht nur deswegen, auch weil sie in der Winterpause hochkarätige Neuverpflichtungen wie Michael Thurk (35) und Patrick Mayer (23) vom Bundesligisten FC Augsburg geholt haben. Beide können leider im mit Spannung erwarteten Derbykracher nicht mitwirken. Thurk ist gesperrt und Mayer laboriert an einem doppelten Kreuzbandriss im Sprunggelenk. Wie dem auch sei", dann müssen eben anderen ran, ist die Devise von FCH-Trainer Frank Schmidt (38). Auch dessen Kollege Ralph Hasenhüttl (44) muss auf Marco Calamita (27)und Torsten Schulz (27) beide mit einem Kreuzbandriss verzichten und sieht die Angelegenheit von Spiel zu Spiel entspannt, zumal die Seinen derzeit achtmal in Serie gewonnen haben und die beste Auswärtsmannschaft mit 23 Punkten vor Sandhausen stellt. Wir gehen daher jedes Spiel mit voller Konzentration an sehen das Ganze als eine Momentaufnahme. Es ist natürlich schön, wenn man sich an der Tabellenspitze sieht, doch sind noch einige Spiele zu absolvieren, in denen noch viel passieren kann, wie Hasenhüttl und sein Manager Markus Schupp (45) unisono auf den Zweitligaaufstieg angesprochen, erklären. Daher wird trotz dem ganzen Trubel im Aalener Lager keiner nervös, zumal man mit einem 10 Punktevorsprung vor Heidenheim und mit 2000 Fans aus Aalen im Rücken die ganze Angelegenheit lockerer angehen kann. Der 1. FC Heidenheim 1846 lässt sich dadurch nicht beunruhigen. "Fünf Heimsiege in Folge geben uns das nötige Selbstvertrauen, um auch den derzeitigen Tabellenführer zu besiegen", ist sich Frank Schmidt sicher. In Heidenheim stellte sich nach einer anstrengenden englischen Woche in Jena und Osnabrück in diesen Tagen wieder der gewohnte Trainingsalltag ein. Neben einem spannenden Kampf der 25 km auseinanderliegenden Drittligastädte freuen sich Verantwortliche, vielmehr noch über einen FCH-Sieg, da sie in bisher drei Begegnungen nie als Sieger den Platz verlassen konnten, was die meisten wegen der Vorherrschaft auf der Ostalb wurmt. Mannschaft und freuen sich vor allem auch auf grandiose Stimmung in der ausverkauften Voitharena. Waldemar Peter




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