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Ulm News, Gestern, 19:00

7. January 2026 von Thomas Kießling
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Arbeitslosigkeit ist vor Jahreswechsel gestiegen - besorgniserregende Tendenz?


 

Zum Jahresende stieg die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Ulm. Insgesamt waren im Dezember 10 178 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 271 oder 2,7 Prozent mehr als im November und 436 oder 4,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Punkte auf 3,2 Prozent nach oben. „Vor dem Jahreswechsel ist die Arbeitslosigkeit nochmals gestiegen“, berichtet Carola Peltzer, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Ulm. „Die Wirtschaft ist weiter unter Druck, von einer Zunahme der Arbeitslosigkeit war auszugehen. Im Vergleich zu den Vormonatsveränderungen der letzten fünf Jahre war der Anstieg stark ausgeprägt.“


Am Stellenmarkt meldeten regionale Arbeitgeber 862 neue Vakanzen und somit 22 Stellen oder 2,6 Prozent mehr als im November. Der Stellenbestand stieg um 19 auf insgesamt 3 988 offene Arbeitsangebote. „Die Personalnachfrage zeigt sich stabil. Das ist insbesondere in Bezug zur andauernden Konjunkturschwäche eine gute Nachricht, wenngleich der regionale Stellenmarkt im Vorjahresvergleich etwas an Umfang einbüßen musste“, erläutert Peltzer und ergänzt, dass in Zeiten des strukturellen Wandels arbeitsmarktadäquate Qualifikationen Erfolgschancen auf eine Einstellung erhöhen. 

Arbeitslosigkeit

Mit Blick auf die beiden Rechtskreise nahm die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Arbeitsagentur) und im Bereich der Grundsicherung (Jobcenter) zu. Bei der Agentur für Arbeit Ulm waren 5 376 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 173 oder 3,3 Prozent mehr als im November und 655 oder 13,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der bei den Jobcentern im Agenturbezirk arbeitslos gemeldeten Menschen nahm zum Vormonat um 98 Personen oder um 2,1 Prozent auf 4 802 Frauen und Männer zu. Zum Vorjahr waren es 219 Arbeitslose oder 4,4 Prozent weniger.

 

Personengruppen

Im Vergleich zum Vormonat stieg die Arbeitslosigkeit bei den Männern kräftig und zwar um 240 oder 4,4 Prozent auf 5 665 Personen. Zum Vorjahr waren es 261 oder 4,8 Prozent mehr. Ebenfalls stark gestiegen ist die Arbeitslosigkeit bei den älteren Personen über 50 Jahre. Mit 3 264 Frauen und Männer waren es zum Vormonat 136 arbeitslose Ältere oder 4,3 Prozent mehr, zum Vorjahr 186 oder 6,0 Prozent mehr. Vergleichsweise gering nahm die Arbeitslosigkeit bei den Frauen zu. Mit 4 513 arbeitslosen Frauen lag die Zahl um 31 oder 0,7 Prozent über dem Wert vom Vormonat. Zum Vorjahr waren es 175 Frauen oder 4,8 Prozent mehr. Moderat ist auch der Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit ausgefallen. Im Dezember waren 2 425 Frauen und Männer länger als zwölf Monaten arbeitslos, 17 Personen oder 0,7 Prozent mehr als vor vier Wochen und 51 oder 2,1 Prozent weniger als vor einem Jahr.

 

Bewegungsdaten

Unter die Bewegungsdaten fallen auch die Zu- und Abgänge aus der Erwerbstätigkeit. Im Dezember mussten 1 101 Frauen und Männer ihre Arbeitsstelle aufgeben, das waren 45 Personen oder 4,3 Prozent mehr als im November und 109 oder 11,0 Prozent mehr als vor einem Jahr. Zusätzlich nahm die Zahl der Menschen, die eine neue Beschäftigung finden konnten, ab. Im Dezember konnten 742 Frauen und Männer eine neue Arbeit aufnehmen, 126 Personen oder 14,5 Prozent weniger als im November, doch 28 oder 3,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. „Der Dezember ist kein klassischer Einstellungsmonat. Daher ist die aktuelle Zahl der Arbeitsaufnahmen durch Arbeitslose vergleichsweise sehr erfreulich. Über die letzten zehn Jahre gesehen gab es nur einen Dezember, in dem mehr arbeitslose Menschen eine Beschäftigung finden konnten. Das war im Jahr 2020“, betont Carola Peltzer.

 

Stellenmarkt

Regionale Arbeitgeber meldeten 862 neue Stellenangebote. Das waren 22 oder 2,6 Prozent mehr als vor vier Wochen und 117 oder 12,0 Prozent weniger als vor einem Jahr. Quantitativ die meisten neuen Stellen meldeten der Bereich wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, das verarbeitende Gewerbe, der öffentliche Dienst sowie die Personalüberlassungen.

Der Stellenbestand umfasste mit 3 988 Vakanzen 19 oder 0,5 Prozent mehr Angebote als im November. Zum Vorjahr waren es 115 oder 2,8 Prozent mehr Arbeitsstellen. Gemessen an den Bestandszahlen war der Personalbedarf bei den Personalüberlassungen, im öffentlichen Dienst, im Bereich wissenschaftlicher und technischer Dienstleistungen, im verarbeitenden Gewerbe sowie im Handel am höchsten. Die hohe Zahl der Arbeitsangebote im öffentlichen Dienst ist überwiegend auf gemeldete Stellenangebote für Militärberufe zurückzuführen.

 

Zu den Kreisen im Agenturbezirk

Biberach: Im Landkreis Biberach stieg die Arbeitslosenquote zum Vormonat um 0,1 Punkte auf 2,7 Prozent und lag somit 0,1 Punkte über dem Vorjahreswert. Mit 3 372 Frauen und Männern waren 138 oder 4,3 Prozent mehr Menschen arbeitslos als im November. Die Biberacher Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit Ulm betreute 1 771 Menschen (plus 75), das Jobcenter des Landkreises 1 601 Frauen und Männer (plus 73).

 

Alb-Donau-Kreis: 3 634 Menschen waren arbeitslos und über die Agentur für Arbeit (1 953) oder das Jobcenter (1 681) auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Insgesamt waren das 103 Personen oder 2,9 Prozent mehr als im November. Die Arbeitslosenquote blieb wie im Vormonat bei 3,0 Prozent, dieselbe wie vor einem Jahr.

Ulm: Im Stadtgebiet Ulm waren 3 172 arbeitslose Menschen über die Arbeitsagentur (1 652) und das Jobcenter (1 520) auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Die Zahl arbeitsloser Menschen nahm um 30 Personen oder um 1,0 Prozent zu. Die Arbeitslosenquote im Stadtgebiet ging um 0,1 Punkte auf 4,2 Prozent nach oben. Vor einem Jahr lag die Quote bei 4,0 Prozent.



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