Ulm News, 05.10.2025 09:30
Fahrradfreundliche Städte? Neu-Ulm ist dabei
Die Stadt Neu-Ulm hat es geschafft: Nach einem ganztägigen
Besuch durch die Bewertungskommission der Arbeitsgemeinschaft
fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e.V. (AGFK Bayern)
wurde Neu-Ulm jetzt offiziell als Mitglied aufgenommen.
Zudem kam die Kommission zu dem Schluss, die Stadt Neu-
Ulm für die Auszeichnung „Fahrradfreundliche Kommune in
Bayern“ zu empfehlen. Dieser Titel wird vom Bayerischen
Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr verliehen –
ein bedeutender Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen,
sicheren und modernen Mobilität.
Der sogenannte Hauptbesuch ist der entscheidende Termin
im zweistufigen Aufnahmeverfahren der AGFK Bayern, wie die Stadt mitteilt. Die Bewertungskommission, bestehend aus Birgit Zehetmaier
vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und
Verkehr, Vanessa Zagel von der AGFK Bayern
Geschäftsstelle sowie Robert Burschik vom ADFC
Landesverband Bayern, zeigte sich überzeugt davon, dass
Neu-Ulm die umfangreichen Kriterien in den Bereichen
Infrastruktur, Information, Kommunikation und Service erfüllt.
Bereits im Jahr 2001 hatte Neu-Ulm mit einer sogenannten
Vorbereisung den ersten Schritt zur Mitgliedschaft
unternommen und wurde als vorläufiges Mitglied in die AGFK
aufgenommen. In den darauffolgenden vier Jahren arbeitete
die Stadt konsequent daran, die Empfehlungen der
Kommission umzusetzen. Wie sich jetzt herausstellte mit
Erfolg.
Am Vormittag der Hauptbereisung (Hauptbesuch) wurde der aktuelle Stand
der Radverkehrsförderung in Neu-Ulm anhand eines
detaillierten Kriterienkatalogs vorgestellt. Am Nachmittag
folgte eine gemeinsame Rad-Exkursion durch das
Stadtgebiet, bei der sich die Kommission ein umfassendes
Bild vor Ort machen konnte. Neben Oberbürgermeisterin
Katrin Albsteiger nahmen auch Mitarbeitende der
Stadtverwaltung, MdL Thorsten Freudenberger,
Vertreterinnen und Vertreter des ADFC-Kreisverbands Neu-
Ulm, des Landkreises Neu-Ulm, der Polizei sowie des
Staatlichen Bauamts an der Befahrung teil.
Besonders überzeugte die Kommission unter anderem:
• Die seit der Vorbereisung seitens der Verwaltung
getroffenen personellen und organisatorischen
Vorkehrungen und das verstärkte Engagement der
Stadt in der Radverkehrsförderung
• Die systematische Radverkehrsförderung auf Basis
eines regelmäßig fortgeschriebenen und politisch
beschlossenen Maßnahmenprogramms für die
Bereiche Infrastruktur, Information, Service und
Öffentlichkeitsarbeit
• Bereits umgesetzte Verbesserungen der
Radinfrastruktur, wie beispielsweise in der Reuttier
Straße, und weitere geplante Maßnahmen (zum
Beispiel Fahrradstraße Stadtmitte)
• Die gute institutionelle Zusammenarbeit mit weiteren
Akteuren der Radverkehrsförderung, wie dem ADFC-
Kreisverband, der Polizei und dem Staatlichen Bauamt
• Das Marketing-Konzept mit regelmäßigen Kampagnen
und Aktionen im Radverkehrsmarketing
Darüber hinaus gab die Kommission der Stadt aber auch
konkrete Handlungsempfehlungen für die Zukunft mit. Dazu
gehören beispielswiese:
• Die geplante Fortschreibung des
Radverkehrskonzeptes mit Aktualisierung von
Netzplanung und wegweisender Beschilderung
• Eine neue Zielsetzung zur Erhöhung des
Radverkehrsanteils mit regelmäßiger Evaluation
• Der konkrete Bedarf an weiteren
Fahrradabstellanlagen soll ermittelt werden. Ziel ist es
die Anlagen gezielt zu erweitern
• Sperrpfosten im Stadtgebiet sollen auf ihre Notwendigkeit geprüft werden Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger freut sich über die Entscheidung der Kommission: „Die Aufnahme in die AGFK Bayern ist ein starkes Zeichen für unseren Weg zu einer modernen und nachhaltigen Mobilität. Wir wollen den Radverkehr in Neu-Ulm weiter ausbauen, sicherer machen und attraktiver gestalten – für alle Generationen.
Die positive Bewertung zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir
wissen aber auch, dass noch einiges zu tun ist und wir uns auf
der bereits erbrachten Leistung nicht ausruhen dürfen“.
Die Auszeichnung hat sieben Jahre Bestand, danach müssen
weitere Fortschritte erkennbar sein. Mit der nun
ausgesprochenen Empfehlung ist der Weg frei für die formale
Aufnahme Neu-Ulms in die AGFK Bayern. Die offizielle
Auszeichnung als „Fahrradfreundliche Kommune in Bayern“
erfolgt durch das Bayerische Staatsministerium für Wohnen,
Bau und Verkehr.
INFO:
Die AGFK Bayern ist ein stetig wachsendes Netzwerk
fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Landkreise. Seit
ihrer Gründung im Jahr 2012 hat sich die Zahl der
Mitgliedskommunen auf inzwischen 141 erhöht. Neu-Ulm ist
nun Teil dieser Gemeinschaft.




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