Ulm News, 29.09.2010 22:46
Peter Zwey: Der Nachfolger C.
Über den Wechsel von Donaufest- und Donaubüroleiter Peter Langer zum Jahreswechsel ins Rathaus, wo er sich fortan weiter um Donauangelegenheiten kümmern wird, und über die Rolle, die Ulms Finanzbürgermeister Gunter Czisch dabei gespielt haben dürfte, schreibt Peter Zwey - satrisch, bissig, bös.
Peter Langer, der Direktor des Donaubüros wurde abgesetzt, hinaufgerettet in einen neuen Job im Rathaus, als Donau-Referent des OB, dessen Günstling er bleibt. Sie sind ja seit 68er Zeiten unverbrüchliche Kumpels in ihrem Dünken, Stars der Politik zu sein. Auch die Lokalzeitung schlug Peter Langer stets eine Bresche, in der er nach all seinen Debakeln unverdrossen weitermarschieren durfte.
Auch jetzt hat die Zeitung große Probleme, seine Abdankung klar zu kommentieren. Sie will es, scheint mir, immer noch nicht ganz glauben, dass dem großen Zampano über Nacht sein ganzer Glanz entrissen wurde.
Wer war der Täter? Kein anderer als Ulms führender Kulturfremdling ("Kunscht muss nicht kompliziert sein" sein Kotflügelwort") und Finanzbürgermeister Gunter Czisch.
Sein Vorname klingt nach Nibelungen-Ruchbarkeit. Aber nicht nur, dass er es sich als Kulturfremder nicht versagen kann, in Dingen mitzuentscheiden, wo er besser schwiege. Er hat auch Lauscherqualitäten, der Gunter Czisch. Er hört so manches, das sein Urteil trübt und seine Ressentiments beschleunigt.
Er legte um Peter Langer herum ein Bürokratennetz aus lauter Wahrsagerinnen, die ihm täglich berichten mussten, welchen Fehler Langer wieder begangen habe. Revanchiert sich Gunter Czisch? Doch wohin wollen sie noch hinauf, fragt man sich. Sie sind ja nicht weniger kunst-& kulturtaub als der Bürgermeister und für Angelegenheiten einer Donau-Kulturpolitik allesamt Fehlbesetzungen.
Aber diese sind hierorts ja die Regel.
Gunter Czischs aber hat noch einen höheren Ehrgeiz. Er will Nachfolger des großen Populisten und Ulm-Rhetors Ivo Gönner werden, der nächste OB also. Jetzt heißt es aufpassen. Da es den Ulmern nicht auffallen wird, dass Czisch für diesen Posten denkbar ungeeignet ist, - seine Rede bewirkt meistens Gähnen , er hat keinen Witz, geschweige denn Humor und hat meist wenig Inhalt - drum müssen wir schöpferischen Kräfte nachhelfen, und den Stadtkämmerer der verdienten Possenhaftigkeit anheim geben. (Durch die Maske der Komödie lässt sich manches redlich sagen.) Gunter Czisch ist eine klassische Figur der bukolisch-ländlichen Posse. Plakate müssen her, die Czisch beim Nudelnessen demaskieren, Pamphlete über sein Amtskauderwelsch, gefakte Interviews über seine Autofahrermentalität und sofort.
Freilich werden es ihm jetzt viele Ulmer groß anschreiben, dass er Peter Langer quasi rausgeschmissen hat. Diese Klientel erreicht naturgemäß keine Satire. „Der Czisch hat's endlich geschafft, uns von diesem Geldverschwender Langer zu befreien“. Eiin furchtloser Mann, der Gunter, so hört man das Gerede jetzt in allen Gassen.
Drum denket, wer der Czisch sonst noch ist, gute Leute, seht auf seine Gunst, die er gern subalternen Ein-und Wahrsagerinnen spendet, beobachtet seine lauernde, schlaue Art, Gerüchte zu streuen, sein schroffes autoritäres Verhalten, denn seine pedantische Natur kann manch anderen noch treffen, nicht nur Peter Langer. Wehret also den Anfängen. Habet Mitleid mit ihm, erspart ihm das höchste Amt. Er wird es euch danken noch.
Oder wollt ihr tatsächlich solch einen trockenen Aufsteiger, der heimlich, in der Düsternis der Verwaltung, die Hinter-Treppen seiner Karriere hinaufgeschlichen ist? Einen solchen Unschuldskandidaten und Karrieristen im BOSS-Anzug, der über kein echte
s politisches Talent verfügt, nach zwei Grappa- sein Lieblingsgetränk nach Selbstauskunft im Spazz- kann er, da bin ich mir sicher, schon nicht mehr den Katechismus der CDU hersagen.
Wollt ihr tatsächlich den Czisch, der keine Persönlichkeit im authentischen Sinne hat und seine Sparsamkeit deshalb zwangsläufig mit Charme verwechselt? Ich halte bekanntlich nicht sehr viel von Euch Ur-Ulmern, aber so tief wollt ihr in meiner Anschauung doch auch nicht sinken, oder? Peter Zwey
30. September 2010 von El_Barto
Gunter Czisch hat Recht wenn er sagt "Kunscht muss nicht kompliziert sein" allerdings trifft die Definition „Kunst fängt da an, wo es Frau Mayer-Dölle zu kompliziert wird“ es besser.



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01. October 2010 von Mary
Das ist doch ein alter Hut. I der CDU redet man doch schon längst über einen OB-Kandidaten Mehlich, jetzt Chef der Handwerkskammer.