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Ulm News, 05.02.2025 23:57

5. February 2025 von Thomas Kießling
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Endrunde knapp verpasst - Uuulmer massiv enttäuscht


ratiopharm ulm unterliegt Hapoel Shlomo Tel Aviv in einer spannenden Schlussphase mit 90:97 und verpasst damit das Achtelfinale im BKT EuroCup - Tristesse statt Finesse.

Bereits in der Halbzeit stand fest, dass es keine Unterstützung aus Vilnius geben würde. Der Heimerfolg der Litauer über Podgorica bedeutete, dass die Uuulmer kurzzeitig auf Platz sieben abrutschten – entsprechend zählte nur ein Sieg für das Last-Minute-Ticket. Ein Sieg für Platz vier, mit einer Niederlage ausgeschieden. Die Mannschaft von Ty Harrelson war sich der Aufgabe bewusst, ging mit der letzten Sequenz der ersten Halbzeit in Führung, zog im dritten Viertel dann mit einer großartigen Energieleistung erstmals zweistellig davon.

Der israelische Hochkaräter ließ sich allerdings nicht unterkriegen, schließlich war ein Erfolg Grundvoraussetzung für die direkte Viertelfinalqualifikation und Platz zwei. In einer spannenden Schlussphase drehten die Stars des Gegenübers noch einmal richtig auf, gerade Ex-Münchner Yam Madar und der EuroLeague-Erfahrene Jonathan Motley setzen die entscheidenden Akzente und besiegelten die Ulmer Niederlage. Am Ende steht Platz sieben in der Spitzengruppe A – das Ende der diesjährigen EuroCup-Reise. 

Keyplayer: Starke Teamleistung im Fokus 

Das starke Teamplay stand heute im Fokus. Mehrere Akteure leisteten in unterschiedlichen Phasen einen wichtigen Beitrag. Youngster Ben Saraf leitete das Uuulmer Comeback vor der Pause ein, ehe Justinian Jessup es in der zweiten Halbzeit veredeln konnte. Am Ende reichte es trotz der guten Teamleistung dennoch nicht zum Erfolg. Zweistellig punkteten: Justinian Jessup (18 Punkte), Ben Saraf (17), Alfonso Plummer (16) und Karim Jallow (12). 

Der Spielverlauf: Die Ulmer erwischten einen guten Start in die Partie. Durch gute Arbeit am defensiven Ende des Feldes konnten sie schnelle Punkte im Fastbreak generieren und früh einen ersten 7:2-Lauf verzeichnen (3.). Danach verlor die Partie aufgrund mehrerer Unterbrechungen ein wenig an Spielfluss. Die Gäste setzten in der Offensive auf den gewohnt starken Johnathan Motley. Der Big Man leitete mit vier schnellen Punkten die erste Führung der Gäste ein, welche Ex-Uuulmer Bruno Caboclo mit einem anschließenden 5:0-Lauf auf sechs Zähler ausbaute (21:29). Zum Start des zweiten Viertels fing auch der Uuulmer-Offensivmotor an, heißzulaufen. Youngster Noa Essengue wusste seine Mitspieler geschickt einzusetzen, sodass Tel Aviv nach einem 11:6-Lauf zur schnellen Auszeit gezwungen war (14.).

Die Partie gestaltete sich fortan deutlich offener, doch Motley und Foster bereiteten der Uuulmer Defensive weiterhin sichtbare Probleme. Ben Saraf rückte immer mehr ins Rampenlicht und drückte der Partie zunehmend seinen Stempel auf. Der ebenso heißgelaufene Alfonso Plummer eroberte mit dem letzten Angriff des ersten Durchgangs die Führung wieder zurück (50:49). 

Die zweite Halbzeit startete ausgeglichen, doch die Uuulmer bewiesen ihren Siegeswillen weiterhin. Nachdem sich Tel Aviv die Führung wieder zurückerobern konnte, drehte der Offensivmotor rund um Justinian Jessup wieder auf. Eine Drei-Punkte-Führung der Hausherren sorgte auf Seiten der Gäste für die nächste Auszeit (26.).

Doch diese stoppte die Orangenen nicht: Erst spät im dritten Viertel konnte Johnathan Motley den zwischenzeitigen 13:0-Lauf unterbrechen und weiter verkürzen (72:65). Auch im letzten Viertel starteten die Hausherren energisch und effizient. Alfonso Plummer netzte schnell die für die nächsten sechs Zähler, die Gäste waren allerdings mit ihrer physischen Gangart drauf und dran den Rückstand zu verkürzen.

Das Offensiv-Duo Johnathan Motley und Yam Madar arbeitete Wurf- und Durchsetzungsstark am kompletten Turnaround. Die Gäste bauten in der Folge ihren Lauf auf 11:0 aus und eroberten sich dementsprechend einen lukrativen Vorsprung, der das Ulmer Ausscheiden wenige Sequenzen später besiegelte.

Orange Mixed-Zone 
Head Coach Ty Harrelson: 
„Ich denke, wir haben heute 40 Minuten intensiven Basketball gespielt. Außerdem bin ich stolz darauf, wie meine Mannschaft in dieser EuroCup Saison aufgetreten ist. Wir sind unfassbar jung und daher auch oftmals in der Außenseiterrolle. Wir mussten am Ende das Spiel gewinnen, konnten aber wieder die wichtigen Momente für uns entscheiden.“  



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