Ulm News, 14.04.2015 15:50
Neue Gruppenarbeitsräume an der Universität Ulm
Aus alten Regalböden werden moderne Arbeitsplätze Studierende von heute sollen nicht nur lernbegierig, sondern auch teamfähig sein. Denn Gruppenarbeit gewinnt im Studium mehr und mehr an Bedeutung. Die Universität Ulm hat dafür nun fünf neue Räume in der Bibliotheks-Zentrale am Oberen Eselsberg geschaffen, ausgestattet mit modernster Präsentationstechnik und angemessener Strom- und WLAN-versorgung.
Hierfür wurden auf der Fläche von insgesamt 160 Quadratmetern alte, nicht mehr gebrauchte Regalflächen umgebaut und modernisiert. „Und weil wir eine schwäbische Universität sind, die sparsam mit ihren Ressourcen umgeht, hat unsere Schreinerei in der Wissenschaftlichen Werkstatt aus den alten Regalböden die neuen Tische für die Gruppenarbeitsräume gebaut“, erklärt Projektleiter Wolfram Engel mit einem Augenzwinkern. Der Leiter der Abteilung für Informationsversorgung aus dem Kommunikations- und Informationszentrum (kiz) der Universität hat den Umbau zusammen mit dem Gebäudemanagement und dem Unibauamt koordiniert. Wertvolles Buchenholz aus insgesamt 1140 Metern an alten Regalböden wurde auch zur Verkleidung der eigens von der Werkstatt konstruierten Stromverteiler genutzt. Die fünf pultartigen, mobilen Stromkioske, jeweils mit sechzehn Steckdosen ausgerüstet, sorgen dafür, dass den Laptops, Tablets und Smartphones der Saft nicht ausgeht. Zur technischen Ausstattung gehören aber auch nagelneue interaktive Großbildschirme, die über eine Präsentationssoftware gesteuert werden. Persönliche Lernunterlagen können mit Hilfe blitzschneller Aufsichtscanner digitalisiert und so in der Gruppe elektronisch verteilt werden. Und natürlich darf das WLAN nicht fehlen: „Alle Räumen haben einen drahtlosen Internetanschluss. Außerdem wurden neue Teppichböden verlegt und mit Hilfe modernster LED-Beleuchtung eine angenehme Arbeitsatmosphäre geschaffen. Die großflächigen Fenster zum Lesesaal hin sind schallisoliert“, ergänzt Engel. Einer der Räume ist als „Lounge“ eingerichtet und bietet Sitzmöglichkeiten zur Entspannung. „Die Studierenden können sich hier von anstrengenden Lernphasen erholen, aber auch arbeiten, wenn sie dies wollen“, erklärt Engel. Eine speziell eingerichtete Spiel- und Leseecke für kleinere Kinder, die von der Uni über das Projekt „familienfreundliche hochschule“ realisiert wurde, macht diesen Raum vor allem für Arbeitsgruppen attraktiv, zu denen Studierende mit Kind gehören. Dieser Raum ist allen Studierenden frei zugänglich und muss vorher nicht erst angefragt werden. Die anderen vier Gruppenarbeitsräume sind ab sofort am Service-Point „Ausleihe“ buchbar. Bis zu vier Wochen im Voraus können die Räume sogar online reserviert werden. Studierende der Universität Ulm haben dabei Vorrang. Benannt sind die Räume 23 bis 27 nach Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Medizin und Forschung. Sie heißen Anna Essinger (Lounge), Ferdinand von Steinbeis, Albert Einstein, Agatha Streicher sowie Karl und Otto Kässbohrer. Die Kosten für den Umbau belaufen sich inklusive Versorgungstechnik auf gut 150 000 Euro und werden durch das Land Baden-Württemberg über Baumittel getragen. Die technische Ausstattung wurde vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst über die Landesinitiative „Einrichtung innovativer elektronischer Leseplätze für Studierende“ zur Verfügung gestellt; hier entstanden Kosten in Höhe von 70 000 Euro. Für das Mobiliar hat die Universität 30 000 Euro aus ihrem Etat über den „Zukunftstopf 2020“ aufgewendet. „Der Ausbau der Arbeitsplätze für Studierende ist ein wichtiges Anliegen der Studierendenvertretung und des Präsidiums. Ich freue mich, dass wir nun wirklich toll ausgestattete Räume anbieten können, in denen Gruppen arbeiten und ihre Teamfähigkeit trainieren können“, so der Vizepräsident für Lehre und Internationales, Professor Ulrich Stadtmüller.





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