Ulm News, 24.01.2025 11:15
Startschuss für Teststrecke Quantenverschlüsselte Informationen reisen über Glasfaser
Quantenbasierte Verschlüsselungstechniken sind die Zukunft der Informationsübertragung: Mit ihnen lassen sich Daten besonders sicher versenden und empfangen, und unbemerkte Lauschangriffe sind nicht möglich. Um an dieser Technik zu forschen, errichten die Universität Ulm und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Oberen Eselsberg eine gemeinsame Quantum Key Distribution-Teststrecke. Wie diese funktioniert, wird am kommenden Montag auf dem Campus der Uni Ulm erstmals demonstriert.
Die rund 2,5 Kilometer lange QKD-Strecke verläuft zwischen der Uni Ost und dem Institut für Quantentechnologien des DLR. Bei der Demonstration werden Informationen zwar konventionell und über existierende Glasfaserverbindungen zwischen Universität und dem DLR-Institut versandt, allerdings wird der Schlüssel zum Zugang zu diesen Informationen quantenbasiert übermittelt. Dieser kann nicht unbemerkt durch einen Hackerangriff abgehört werden, ein Szenario, das ebenfalls simuliert wird. Die für die Verschlüsselung notwendigen Geräte werden von Quantum Optics Jena bereitgestellt.
Professor Michael Weber, Präsident der Uni Ulm, wird die Gäste begrüßen. Dr. Anke Kovar, Leiterin der Standorte Südwest des DLR, wird die Bedeutung für die Aktivitäten des DLR hervorheben. Den Hintergrund des Projekts erklärt der Vizepräsident für Forschung der Uni Ulm Professor Joachim Ankerhold, zu den Perspektiven spricht Dr. Matthias Zimmermann vom DLR-QT. Professor Hans Kestler, Leiter des Instituts für Medizinische Systembiologie, wird mögliche Anwendungen erläutern.
Die neue Form der Informationsvermittlung soll insbesondere überall dort zum Einsatz kommen, wo es um hochsensible, persönliche Daten geht, beispielsweise im medizinischen Bereich. Ein interdisziplinäres Team der Universität Ulm wird die neue Strecke für die Grundlagenforschung in den Bereichen Kryptografie, Verschränkung von Quantenbits bis hin zu Quantencomputern und Radaranwendungen nutzen; das DLR konzentriert sich auf die anwendungsnahe Forschung und Weiterentwicklung. Auch gemeinsame Experimente sollen stattfinden.
Die nächsten Schritte sind schon geplant: Die Universität Ulm und das Karlsruher Institut für Technologie sollen über die Universität Stuttgart durch eine QKD-Strecke miteinander verbunden werden. Diese Aktivitäten sind Teil der Gesamtstrategie des landesweiten Innovationscampus QuantumBW, in dem Unternehmen und Forschungseinrichtungen Baden-Württembergs die Quantenrevolution vorantreiben und quantentechnologische Forschung in die Anwendung bringen. Große Spannung also vor dem kommenden Montag.




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