Ulm News, 11.09.2011 18:22
Titelverteidiger ratiopharm ulm gewinnt Finale des Fritz & Macziol-Cups gegen Den Bosch mit 83:71 (41:32)
ratiopharm ulm gewann heute das Finale des Fritz & Macziol-Cups gegen Den Bosch mit 83:71 (41:32) und verteidigt damit seinen Titel. Der Titel des 7. Fritz & Macziol-Cups geht an Ulm und zaubert Head-Coach Thorsten Leibenath ein Lächeln ins Gesicht: „Ich bin froh über den Erfolg und auch darüber, dass keiner der drei Turniersiege gefährdet war“, so der 36-jährige nach dem souveränen 83:71 über den niederländische Rekordmeister Den Bosch.
Doch ohne ein „aber“ wollten weder Coach noch Manager ihr Turnier-Fazit abschließen. „Wir hatten in jedem Spiel Durchhänger, die wir auffangen konnten. Das wird aber in der Liga möglich sein. Daran müssen wir arbeiten“, so Dr. Thomas Stoll. Auch Leibenath war dies aufgefallen: „Mein Lieblingssatz der nächsten Tage wird lauten: Wir müssen über 40 Minuten konsequent verteidigen.“
Dennoch konnte der Coach mit der Leistung seiner Mannschaft auch beim dritten Spiel in drei Tagen zufrieden sein. Und das von Beginn an. ratiopharm ulm erwischte einen guten offensiven Start – insbesondere wegen eines Herren: Isaiah Swann versenkte allein in den ersten fünf Minuten zwei Dreier und war hauptverantwortlich für die 14:6-Führung (5.).
Doch der 14-fache Niederländische Meister war nicht umsonst im bisherigen Turnierverlauf ungeschlagen geblieben: Den Boch ließ sich nicht abschütteln und verkürzte in der 8. Minute auf 20:17.
Auch der Beginn des zweiten Viertels blieb umkämpft (25:20, 13) – wobei Coach Leibenath die Gelegenheit nützte, um Nachwuchscenter Michael Wenzl früh aufs Feld zu schicken. Und Wenzl rechtfertigte das Vertrauen mit einigen Rebounds und den Punkten zum 28:22 und 30:22 (24.). So richtig absetzen konnten sich die Gastgebern aber nicht, was auch an Stefan Wessels lag: Der Small Forward war allein für drei Dreier gut (34:30, 18.). Doch kurz vor Ende der 1. Halbzeit sorgten Per Günther und Dane Watts mit ganz viel Energie für einen Ulmer Zwischenspurt und da Big John Bryant auch noch einen nachlegte, sah es nach 20 Minuten wieder etwas freundlicher aus (41:32).
Heiß her ging es bei tropischen Temperaturen und vor 1.000 Zuschauern auch im zweiten Durchgange. Zunächst verkürzte Den Bosch auf 41:37 (23), ehe Steven Esterkamp einen Dreier zum 44:37 versenkte. Eine deutlichere Führung konnte sich ratiopharm ulm allerdings erst dann herausspielen (27.), als die Verteidigung „stops“ produzierte und Swann und Günther fünf Zähler in Folge auflegten (54:42).
Dank eines Buzzer-Beaters von jenseits der 6,75-Meterlinie durch Keaton Nankivil konnten sich die Gastgeber zu Beginn des letzten Durchgangs mit 65:49 absetzen. Und im Schlussviertel entschied ratiopharm ulm das Finale mit einer Reihe sehenswerter Aktionen endgültig für sich. Häufig daran beteiligt: Per Günther und Sebastian Betz. Der eine legte vor, der andere (Betz) vollstreckte – wie zum 71:49 (33.). Die verbleibenden Minuten nutze Coach Leibenath um verschiedene Aufstellung zu testen. So wurden erneut alle Ulmer Spieler eingesetzt. Das Spiel um Platz drei zwischen den bis dato sieglosen Teams aus Tübingen und Trabzonspor war alles andere als ein Langweiler. Bis ins letzte Viertel leisteten sich die Mannschaften einen nervenaufreibenden Schlagabtausch. Angeführt von ihrem Topscorer Kaan Üner (13 Punkte, 5 Assists) setzte sich Trabzonspor letztlich mit 78:75 (42:41) durch. Für Tübingen endete der diesjährige FuM-Cup damit ohne Sieg.
Für ratiopharm ulm spielten: Isaiah Swann (19, 4 Assists), Per Günther (10, 5 Assists), Tommy Mason-Griffin (2, 6 Assists), Sebastian Betz (8), Femi Oladipo, Michael Wenzl (9, 6 Rebounds), Marcel Heberlein, Steve Esterkamp (3), Dane Watts (7, 6 Rebounds), Keaton Nankivil (12), John Bryant (13, 6 Rebounds).



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