Ulm News, 27.03.2023 11:12
Oper "Cavalleria Rusticana/Pagliacci" noch zwei Mal im Theater Ulm
Nur noch zweimal kochen unter der glühenden Sonne Süditaliens in der Aufführungen "Cavalleria Rusticana/Pagliacci" im Theater Ulm die Emotionen hoch. Die letzten beiden Aufführungen der umjubelten Oper finden am 1. und am 20. April, jeweils ab 20 Uhr, im Großen Haus statt
Nur noch zweimal kochen unter der glühenden Sonne Süditaliens in der Aufführungen "Cavalleria Rusticana/Pagliacci" im Theater Ulm die Emotionen hoch: Eine alltägliche Dreiecksgeschichte verlangt nach tödlicher Konsequenz – und was zunächst nach einer typischen Komödie nebst gehörntem Ehemann aussieht, entwickelt sich zu waschechten Opernkrimis. Die beiden Opern von Pietro Mascagni und Ruggero Leoncavallo sind regelrechte Aushängeschilder des italienischen ›Verismo‹, jener Opernausprägung, die nach größtmöglichem Realismus und äußerster ›Wahrheit‹ in den Geschichten der ›einfachen Leute‹ sucht. Seit der Uraufführung der »Pagliacci« im Jahr 1892 ist die kurze Oper fast untrennbar mit dem zwei Jahre älteren Einakter von Pietro Mascagni verbunden. Bei allen Unterschieden zwischen den beiden Werken ergänzen sie sich auf faszinierende Weise und bieten so neben melodisch überbordender Leidenschaft die knisternde Spannung. Für die letzten beiden Vorstellungen am 1. und am 20. April wird als Gast Aldo Di Toro den Canio in Pagliacci übernehmen (zuvor war Milen Bozhkov als Canio zu sehen). Aldo Di Toro beendete sein Studium erfolgreich am Western Australian Conservatorium of Music und debütierte als Oronte (Alcina) an der West Australian Opera. Er kann auf ein breites Repertoire des lyrischen italienischen und französischen Fachs zurückblicken und war an allen grossen Operhäusern in Australien zu erleben – an der Opera Australia in Sydney sang er Rodolfo (La Bohéme), Alfredo (La Traviata), die Titelrolle in Werther, Gerald (Lakmé), Tebaldo (Capuleti e i Montecchi), Edgardo (Lucia di Lammermoor), Elvino (La Sonnambula) sowie Nemorino ( L’Elisir d’Amore). Erste Engagements in Europa führten ihn an die Scottish Opera sowie an die Opera Holland Park. Als Roméo (Roméo and Juliette), Duca, sowie Pollione (Norma) gastierte Aldo Di Toro dann in Innsbruck, Österreich. Im Jahr 2015 debütierte der Tenor sehr erfolgreich als Riccardo (Un Ballo in Maschera) am Staatstheater Braunschweig, erstmals in Deutschland. Es folgte Mazal in Janacek’s »Die Ausflüge des Herrn Broucek« am Theater Trier. Nach einem bezaubernden Rollendebüt als Pinkerton am Theater Magdeburg überzeugte er als Cavaradossi ebendort und der Einstieg in das schwerere Fach war gemacht. Am Mainfranken Theater Würzburg sang er Henri in der französischen Fassung Verdi’s »Die sizilianische Vesper«. Aldo Di Toro verkörperte die Doppelrolle Turridu / Cavalleria rusticana und Canio / Pagliacci mit sehr großem Erfolg an der Oper Graz (CD Erscheinung unter Oehms Classic) sowie auch die Titelpartie in Otello am Theater Magdeburg. Am Staatstheater Darmstadt folgte sein Rollendebüt als Calaf, den er dann auch am Theater Magdeburg sehr erfolgreich sang. An den Bühnen Bern sprang Aldo Di Toro kurzfristig für die Premiere als Otello ein und trat in weiterer Folge dort als Solist in der Konzertreihe »Viva Verdi« auf. Zuletzt war Aldo Di Toro in der Rolle des Alvaro/La forza del destino in der sehr erfolgreichen Produktion der Oper Graz sowie wieder als Canio am Åbo Svenska Theater in Turku/Finnland zu erleben. Die Saison 2022/23 ist u.a. gekennzeichnet vom Rollendebüt als Hoffmann in »Les contes d’Hoffmann«/Offenbach am Staatstheater Kassel und der Wiederaufnahme von »Turandot«(Calaf) am Staatstheater Darmstadt und nun ist er am Theater Ulm als Canio in »Cavalleria Rusticana/Pagliacci« zu sehen.




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