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Ulm News, 09.08.2019 21:38

9. August 2019 von Ralf Grimminger
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Stefanie Dauber und Piotr Lisek siegen beim Stabhochsprung-Meeting auf dem Ulmer Münsterplatz


Vor einer Traumkulisse von am Ende wohl 5000 Zuschauerinnen und Zuschauern - doppelt so viele wie erwartet - fand  am Freitagabend die Premiere des Ulmer City Jump auf dem Ulmer Münsterplatz statt. Das internationale Stabhochsprung-Meeting war keine sportliche Kirmes-Veranstaltung, sondern galt  als Qualifikation für die WM in Doha Ende September. Die sechs Frauen und sechs Männer, die auf dem Münsterplatz an den Start gingen, zeigten daher auch Topleistungen. Bei den Männern siegte Piotr Lisek aus Polen mit 5,81 Meter. Bei den Frauen gewann die Ulmerin Stefanie Dauber mit 4,36 Meter. Die Lokalmatadorin vom SSV Ulm 1846 siegte vor der Schweizerin Nicole Büchler

Es herrschten gute Wettkampfbedingungen und dazu noch eine hervorragend Wettkampfstimmung. Die Anlaufbahn der Stabhochspringer war ein stabiler Steg, der quer über den Münsterplatz aufgebaut war. Die Stabhochsprunganlage befand sich am Münsterportal, wo auch zwei Tribünen für die Zuschauer standen. Der Eintritt war kostenlos und so füllte sich der Platz schon beim Wettkampf der Frauen gut und zügig. Die Stabhochspringerinnen, allen voran natürlich die Ulmerin Stefanie Dauber, wurden lautstark angefeuert und die gelungen Sprünge mit viel Beifall belohnt. Die Ulmerin, die gerade erst Vizemeisterin im Stabhochsprung wurde, holte sich denn auch mit 4,36 Meter den Sieg bei der Premiere des Ulmer City Jumps. Die Lokalmatadorin und Zweite der Deutschen Meisterschaften verletzte sich allerdings und musste den Wettkampf beenden.
Bem Wettkampf der Herren stand Weltmeister Raphael Holzdeppe im Fokus. Er hatte am vergangenen Wochenende den deutschen Meistertitel mit einem Sprung über 5,76 Meter geholt. Holzdeppe hatte aber von Beginn an Probleme auf dem Münsterplatz, stabilisierte seine Leistung dann aber. Holzdeppe schlug zwar den Dritten Bo Kanda Lita Baehre musste sich aber Piotr Lisek geschlagen geben. Dem Polen reichen 5,81 Meter zum Sieg. Die sechs Meter riss er dann trotz lautstarker Unterstützung der tausenden Zuschauer drei Mal. Dies obwohl der Ulmer Juwelier Roth spontan eine Uhr im Wert von 1000 Euro ausgelobt hatte. Beim Diamond-League-Meeting in Monaco hatte der ehemalige Hallen-Europameister Mitte Juli bereits 6,02 Meter überwunden. Doch auf dem Münsterplatz gelang es ihm nicht. Dennoch freute er sich über den Sieg und zusammen mit den anderen Topathleten über den überaus gelungenen Wettkampf im Schatten des höchsten Kirchturms der Welt.



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