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Ulm News, 14.03.2019 16:15

14. März 2019 von Ralf Grimminger
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Zahl der Verkehrsunfälle im Raum Neu-Ulm ist 2018 erneut leicht angestiegen


Im Jahr 2018 wurden im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Neu-Ulm 2657 Verkehrsunfälle (2590 im Jahr 2017) bearbeitet. Dies bedeutet ein Plus von 2,59 Prozent. Das gab die Polizei Neu-Ulm am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt. 

1472 (1473) der registrierten Verkehrsunfälle waren sogenannte nicht qualifizierte Kleinunfälle (z.B.: Auffahrunfälle ohne Personenschaden, Unfälle beim Ein- bzw. Ausparken). Hier haben wir faktisch die gleiche Zahl wie 2017. Die Zahl der qualifizierten Verkehrsunfälle ohne Personenschaden stieg von 721 auf 786 (plus 9,02 Prozent). Einen leichten Anstieg gibt es auch bei Unfällen mit verletzten Personen von 396 auf 399(plus 0,76 Prozent). Die Zahl der an Unfällen verletzten Personen sank auf 477 (482). Davon wurden 436 (429) Personen leicht und 41 (53) Personen schwer verletzt.

Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Neu-Ulm ist erneut leicht gestiegen. Die Zahl der schwerverletzten Personen sank erfreulicherweise auf 41 Personen. Im Bereich der leicht verletzten Personen ist die Zahl auf 436 gestiegen. Die häufigsten Unfallursachen sind weiterhin Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren in den fließenden Verkehr, Vorfahrt und ungenügender Sicherheitsabstand. Ca. 65 Prozent aller Unfälle sind auf diese Ursachen zurückzuführen. Am Allgäuer Ring in Neu-Ulm stieg die Unfallzahl 2018 von 53 auf 59. Die Anzahl der Unfälle mit verletzten Personen sank von 14 auf elf. An acht Unfällen waren Radfahrer und an zwei Unfällen Fußgänger beteiligt. Einen Anstieg gab es hier bei den Kleinunfällen von 30 (2017) auf 39 (2018). Der Anteil aller verletzten Personen beträgt allein aus dem Bereich der schwachen Verkehrsteilnehmer ca. 48 Prozent. Die Polizei empfiehlt gerade diesen Verkehrsteilnehmer durch entsprechende Schutzmaßnahmen (z. B.: reflektierende Kleidung, Fahrradhelm) ihre Erkennbarkeit zu steigern und das Verletzungsrisiko dadurch zu senken. Gleichzeitig wird jedoch gerade an die schwachen Verkehrsteilnehmer appelliert, sich im Straßenverkehr umsichtig und verkehrsgerecht zu verhalten. Der Schwerpunkt bei der Unfallzeit liegt im Zeitraum zwischen 16.00 und 19.00 Uhr. Bei den Wochentagen war im Jahr 2018 wieder der Freitag auffällig. Gefolgt wird er vom Dienstag. Im Rahmen der Arbeit der Unfallkommission werden die Unfälle laufend ausgewertet. Mögliche Unfallhäufungspunkte werden zeitnah untersucht und sofern möglich entschärft.

Zwei Verkehrstote im Jahr 2018

Am 9. März 2018, gegen 09:10 Uhr kam es auf der B 10 Höhe Parkplatz Ratiopharmarena in Folge eines Fahrstreifenwechsels zu einem Zusammenstoß zwischen einer Sattelzugmaschine und einem Pkw. Der Pkw wurde auf die Gegenfahrbahn geschleudert und wurde dort frontal von einem weiteren Sattelzug erfasst. Der Pkw-Fahrer erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen.
Am 16. Oktober 2018, gegen 17:05 Uhr kam es im Fasanenweg in Ludwigsfeld in Folge eines Abbiegevorganges zu einem Zusammenstoß zwischen einem Pkw und einem Radfahrer. Der Radfahrer erlag Tage später im Krankenhaus seinen Verletzungen. 2017 kam erfreulicherweise bei Unfällen keine Person ums Leben.
Auf dem Gebiet der Großen Kreisstadt Neu-Ulm ereigneten sich 2316 (2279) Verkehrsunfälle, in den Gemeinden Elchingen 181 (157) und Nersingen 160 (154).
Nicht berücksichtigt sind hier Unfälle auf der BAB A 8, 7 und der B 28 und der B30.

Unfälle unter Alkohol- und Drogenbeeinflussung

35 Personen (2017: 28) haben Unfälle unter Alkoholeinwirkung verursacht. Dies bedeutet einen Anstieg von ca. 25 Prozent. Unter Drogeneinwirkung ereigneten sich fünf Unfälle (2). Im Jahr 2018 wurden insgesamt 333 Verstöße wegen Alkoholeinfluss (plus 8,5 %) und 138 (plus ca. 30 %) wegen Drogeneinfluss am Steuer festgestellt. Diese ansteigenden Zahlen (Unfälle und festgestellte Verstöße) zeigen, dass weiterhin viele Fahrzeugführer unter dem Einfluss von berauschendem Mitteln am Straßenverkehr teilnehmen.

 Unfallflucht

Wegen unerlaubtem Entfernen vom Unfallort wurde im Jahr 2018 insgesamt in 550 Fällen ermittelt (Vorjahr: 483). In 216 Fällen (ca. 39,3 %) konnte die Unfallflucht geklärt werden. 

 Radfahrer

Fahrradfahrer waren an 168 Unfällen beteiligt (2017: 158). Es wurden 150 Radfahrer verletzt und ein Radfahrer tödlich verletzt. Die Zahl der Radfahrer als Verursacher stieg auf 126 und somit erhöhte sich die Beteiligung „Radfahrer als Verursacher“ von 69 auf 75 Prozent. An zehn Unfällen waren Pedelecfahrer beteiligt.

Fußgänger

An 48 Verkehrsunfällen waren Fußgänger beteiligt. Es wurden 33 Personen verletzt (2017: 36).

 Kradfahrer

Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit beteiligten Kradfahrern blieb mit 41 annähernd gleich. Wie im Vorjahr wurden 36 Kradfahrer verletzt.

Schulwegunfälle

Im Jahr 2018 ereigneten sich sieben (2017: 6) Schulwegunfälle bei denen sieben Kinder leicht verletzt wurden. Jeder Unfallort wurde hinsichtlich Verbesserungsmöglichkeiten überprüft. Alle Unfälle ereigneten sich auf unterschiedliche Weise.

Wildunfälle

Bei den Wildunfällen haben wir 2018 einen leichten Anstieg zu verzeichnen. Es eigneten sich 137 (127) Wildunfälle.

Geschwindigkeitsunfälle

Die Zahl der Unfälle, die durch nicht angepasste Geschwindigkeit verursacht wurden, stieg im Jahr 2018 auf 53 Unfälle (48). Mit 53 Unfällen 2018 liegen wir im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Im Dienstbereich wurden 1106 Geschwindigkeitsüberwachungen (1900 Stunden) durchgeführt. Gegen 95 Personen musste ein Fahrverbot ausgesprochen werden. Die Beanstandungsquote liegt bei ca. 3,7 Prozent.

Ablenkung

Ablenkung ist eine zunehmende und oft unterschätzte Gefahr im Straßenverkehr. Ablenkung betrifft alle Verkehrsteilnehmer, ob Kraftfahrer, Fahrradfahrer oder Fußgänger. Auch wenn das Handy der Ablenkungsfaktor Nummer 1 sein dürfe, so gibt es weitere Faktoren wie: Navi, Radio, Essen, Trinken, angeregte Unterhaltung, Tragen von Kopfhörern usw. Eine Auswertung der Unfallursache „unzureichender Abstand“ ergab für 2018 insgesamt 747 Unfälle (2017: 395). Hierbei wurden 124 Personen verletzt (2017: 107). Unter diesem Gesichtspunkt wurden die Kontrollen hinsichtlich unerlaubter Handynutzung in den letzten Jahren intensiviert. Musste 2015 gegen 380 Verkehrsteilnehmer ein Bußgeldverfahren eingeleitet werden, so waren es 2016 bereits 588. In Folge weiterer intensivierter Kontrollen stiegen diese Zahlen weiter an, so dass 2017 gegen 699 Handynutzer und 2018 gegen 743 Fahrer Bußgelder verhängt wurden.

Die Neu-Ulmer Polizei kündigt an, dass ein Hauptaugenmerk m Jahr 2019 erneut auf die widerrechtliche Nutzung von Handys und sonstigen Ablenkungen gelegt wird. Weiter werden Geschwindigkeitsüberwachungen und Kontrollen hinsichtlich Alkohol- und Drogenkonsum vorgenommen.



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