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Ulm News, 13.02.2019 00:02

13. Februar 2019 von Ralf Grimminger
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90:97-Niederlage: Science City Jena überrollt ratiopharm ulm in den ersten zehn Minuten


ratiopharm ulm verlor das Heimspiel am Dienstagabend gegen den Tabellenfünfzehnten Science City Jena mit 90: 97 (42:54) und kassierte damit in eigener Halle fast 100 Punkte. Im ersten Viertel gingen die Hausherren mit 12:32 Punkten unter. Im Laufe des Spiels kämpften sich Ulmer, die zeitweise mit 24 Punkten zurücklagen, bis auf 3 Punkte heran. Doch die Wende schafften sie nicht mehr. Nebenbei, im Rahmen der Teamvorstellung, gab der Verein die Vertragsverlängerung seines einzigen Helden bekannt. Per Günther bleibt noch ein weiteres Jahr bei ratiopharm ulm. Der Kapitän spielte, ebenso wie Bogdan Radosavljevic, aber nur knappe 4 Minuten, laut Trainer Thorsten Leibenath, erzwungen durch die Taktik des gegnerischen Trainers. "Per war etwas zu klein, Bogy etwas zu groß", begründete Leibenath den Verzicht auf beide Spieler in der zweiten Hälfte und lobte nach dem Spiel Günthers Qualitäten auf und neben dem Parkett in höchsten Tönen. Max Ugrai (16 Punkte, 4/5 Dreier) zeigte wie schon im Hinspiel gegen seinen Ex-Club ein starkes Spiel. Manager Thomas Stoll forderte nach dem Spiel: "Mund abputzen. Würzburg schlagen". 

Die erwartete Reaktion blieb aus. Statt sich nach der Niederlage in Gießen dem nächsten Gegner mit Vehemenz entgegenzuwerfen, „wirkten wir am Anfang wie gelähmt“, haderte der Ulmer Head Coach Thorsten Leibenath mit dem Beginn der Partie. Denn nach einem Dreier von Patrick Miller zur letzten Ulmer Führung des Spiels (10:8), Miller, der verletzungsbedingt mit Gesichtsmaske spielte, traf nur 2 von 8 Würfen und überzeugte erneut nicht. Dennoch mühte sich der Trainer wieder sehr um ihn und beklatschte eifrig seine Aktionen. Wenn Miller pausiert, sitzt der bullige Amerikaner nicht in der Reihe der Kollegen, sondern vorn zwischen den Co-Trainern Tyron McCoy und Pete Strobl. Miller und Strobl haben sich dann auch immer etwas zu sagen und es augenscheinlich auch ganz lustig, selbst wenn es auf dem Parkett nicht danach aussieht.
Die alten Herren aus Jena - viele näher an den 40 als an den 30 - überrollten die Gastgeber und führte nach zwölf gespielten Minuten mit 15:39. Wenngleich ratiopharm ulm dem Jenaer Dreierregen (19/33, 56%) eine beherzte Aufholjagd entgegensetzte und in der 33. Minute auf 76:79 verkürzte, wog die Hypothek des ersten Viertels zu schwer. „Wir lassen uns von Rückschlägen wie in Gießen zu sehr beeindrucken und kommen von Niederlagen nicht stärker, sondern verkrampft zurück,“ bemängelte er die Spielweise seines Teams, das aus erfahrenen und weitgereisten Profis besteht, konsterniert. 
Unabhängig von der Ulmer Blockade, stellte der NBA-erfahrene Reggie Williams mit 26 Punkten und fünf von sieben Dreiern, seine Klasse unter Beweis. „In den wichtigen Momenten hat Reggie Williams heute die richtigen Entscheidungen getroffen“, bedankt sich Gäste-Coach Björn Harmsen bei seinem Neuzugang. Dazu spielten mit Dru Joyce und Julius Jenkins (16 Punkte/5 Dreier) zwei weitere Spieler weit jenseits der 30 und bewiesen erneut, dass man auch mit 30 Jahren und mehr im besten Basketballalter ist und ohne Probleme hohe Spielzeiten gehen kann.   
Von Müdigkeit war beim ältesten Kader der Liga jedenfalls auch im zweiten Spiel innerhalb von vier Tagen nichts zu sehen. Getragen von vier Dreiern (Wolf 2, Joyce, Jenkins), lagen die Gäste nach sieben Minuten mit 10:18 in Front. Während Jena hochprozentig abschloss, ließ ratiopharm ulm im ersten Viertel einige aussichtsreiche Abschlüsse ungenutzt. Und während Jena weiter punktete (12:26), ließ ratiopharm ulm auch von der Freiwurflinie die Punkte liegen. Ohne Rhythmus und sichtlich verunsichert, flutschten den Ulmern selbst die einfachsten Pässe durch die Finger. Die Gäste bedankten sich und netzten im ersten Viertel sieben von zehn Dreiern zur 20-Punkte-Führung (12:32) ein. 
Und der Dreierregen hielt weiter an: Auf den dritten Ulmer Treffer aus der Distanz – im zehnten Versuche durch Ugrai – antwortete Williams ebenfalls von „down town“ zum 15:38. Was die Ulmer auch versuchten, Jena hatte die Antwort: Ugrai traf von draußen, Joyce hielt dagegen und klinkte in der 15. Minute zum 20:43 ein. Und auch als Ugrai seinen dritten Dreier versenkte und Green einen Korbleger mit Bonusfreiwurf nachlegte (29:45,16.), punkteten die Gäste ungerührt weiter aus der Distanz. Erst in den letzten zwei Minuten der ersten Halbzeit gelang es ratiopharm ulm den Rückstand peu à peu zu verkürzen (42:54).
War die Partie bis dato davon geprägt, dass die Ulmer im Dreierregen unterzugehen schienen, nahm sie nun an Intensität und Klasse zu. Denn wenngleich ratiopharm ulm schon nach wenigen Sekunden den Rückstand unter zehn Punkte drückte ( 45:54), hielt Jena gegen und widerstand auch dem aufkommenden Ulmer Druck.
Als Dwayne Evans in der  26 . Minute den Rückstand auf sechs Zähler reduzierte (57:63), verhedderten sich die Ulmer in der Folge zweimal in der Jenaer Zonenverte idigung und ermöglichten Jenkins seine Dreier vier und fünf (57:71). Dann folgte die wahrscheinlich spektakulärste Aktion der Saison: einen Pass von Miller fing Green in der Zone, um sich dann einmal komplett um die eigene Achse zu drehen, bevor er den Ball durch den Ring stopfte. Den Ulmern war es mit enorm viel Einsatz gelungen, den Rückstand nach 30 Minuten auf neun Zähler einzudampfen (64:73). 
Doch ganz allmählich bröckelte das Jenaer Zonenbollwerk. Hatte Evans in Viertel drei schon 12 Punkte aufgelegt, fand der Power Forward auch im Sc hlussabschnitt immer häufiger die Schlupflöcher in der Defense der Gäste. Bei noch knapp sieben Minuten auf der Uhr erzielte er das 72:77 und James machte das Spiel wenig später endgültig zum Krimi (76:79) – zumindest kurzfristig. Denn zunächst netzte Williams zwei Dreier ein, dann brachte McElroy das Spiel mit seinem Distanzwurf erneut außer Reichweite (76:88, 37.). Als dann zunächst Evans verletzt vom Feld humpelte und Williams den Dreier von Green zum 81:90 konterte, war klar, dass die Ulmer Aufholjagd ins Leere laufen würde. 
Dwayne Evans war der tragische Held der Partie. Hatte er zur Halbzeit nur zwei Punkte erzielt, war der 26-Jährige mit 22 Punkten im zweiten Durchgang der Ulmer Motor. Evans war nicht nur offensiv der Schlüssel, um die Jenaer Zone zu knacken, er ackerte auch in der Verteidigung wie besessen. Der Beleg seines Einsatzes: vier geblockte Würfe. Während Javonte Green, der ebenfalls 24 Punkte erzielte und dazu noch acht Rebounds sicherte, mit seinem 360-Grad-Dunk das Highlight des Jahres gelang, machte Max Ugrai (16 Punkte, 4/5 Dreier) wie schon im Hinspiel gegen seinen Ex-Club ein starkes Spiel. 

Kapitän Per Günther verlängert um ein Jahr

Die Vertragsverlängerung von Per Günther, der in der Saison 2019/20 seine 12. Spielzeit für ratiopharm ulm bestreiten wird, geriet nach der bitteren Niederlage zur Randnotiz. Hatte die ausverkaufte ratiopharm arena ihren „Capitano“ bei der Verkündung der Nachricht im Rahmen der Teampräsentation noch gefeiert, verließ der 31-Jährige das Parkett nach dem Spiel fast unbemerkt. Wenngleich Günther sicherlich gerne die Humpa mit den Fans zelebriert hätte, "war ihm die Beiläufigkeit der Vertragsverlängerung ganz recht", so die Erklärung des Vereins. "Damit bewies Günther einmal mehr ein gutes Gespür für die Fan-Seele, denn nach großem Brimborium ist derzeit niemandem. Schon gar nicht einer Legende," heißt es in der Pressemitteilung von ratiopharm ulm.
 
 
 
 
 
 

Manager Thomas Stoll: Mund abputzen. Würzburg schlagen

Manager Dr. Thomas Stoll kommentierte die Niederlage gegen den Abstiegskandidaten aus Jena auf Twitter: "Zweite Niederlage wegen der gleichen Fehler. Wenn man Profis am Anfang Selbstvertrauen tanken lässt, dann treffen die später auch die schwierigen Würfe. In der BBL muss man in jedem Spiel von Anfang an beissen, nicht erst nach einer Anlaufzeit. Mund abputzen. Würzburg schlagen."
 




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