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Ulm News, 09.02.2019 23:47

9. Februar 2019 von Ralf Grimminger
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ratiopharm ulm unterliegt bei den Gießen 46ers mit 99:90 Punkten


ratiopharm ulm verlor am Samstagabend bei den Gießen 46ers mit 99:90 (56:43) Punkten. Die Ulmer Basketballer spielten offensiv durchaus ansprechend, kassierten aber zu viele Punkte. Wer schon in der ersten Hälfte 56 Punkte bekommt, hat es sehr schwer zu gewinnen.  Der Ex-Ulmer John Bryant erzielte für die Gießen 46ers 20 Punkte und holte 9 Rebounds. Bei Ulm spielten Dwayne Evans (25 Punkte und 11 Rebounds), Bogdan Radosavijevic (15 Punkte), David Krämer (14)  und Ismet Akpinar (12) gut.  Patrick Miller war offensichtlich durch seine Nasenverletzung gehandicapt, spielte mit Maske dennoch 18 Minuten. Das Ulmer Team fand gegen die Gießen 46ers, die zwischenzeitlich mit 18 Punkten führten, jedoch nie zu seinem Rhythmus. 

Es waren gerade einmal zehn Sekunden gespielt, da setzte Max Landis mit dem ersten von insgesamt 13 Gießener Dreiern den Ton der Partie. Im Gegenzug der nächste Nackenschlag: Bei einer Kollision mit Benjamin Lischka verletzte sich Ryan Thompson. In der Folge spielte Thompson zwar noch acht Minuten, blieb dabei aber ohne Punkte. Auch Green kam foulbedingt nur auf knapp 17 Minuten Einsatzzeit – seine Energie fehlte an allen Ecken und Enden. Ohne die spektakulären Aktionen des 26-Jährigen, die das Momentum einer Partie drehen können, rannte ratiopharm ulm von Beginn an einem Rückstand hinterher. „Der erste Run hat uns sehr weh getan hat. Auf einmal stand es 29:17. Davon haben wir uns nur bedingt erholen können und haben zu passiv verteidigt“, fasste Head Coach Thorsten Leibenath zusammen. Diesem Rückstand rannten die Ulmer die komplette restliche Spielzeit hinterher. Wenngleich Topscorer Dwayne Evans (25 Punkte) den Rückstand in der 23. Minute auf sieben Zähler reduzieren konnte (59:52), fanden die Ulmer nach zuletzt vier Siegen in Serie in Gießen nie richtig in die Partie. Das verhinderten acht Steals der Gastgeber (12 Ulmer Ballverluste), aber noch viel mehr ihre Distanzwürfe, die mit einer Quote von über 50 Prozent im Korb landeten und so jeden Ulmer Run unterbanden. Insbesondere Brandon Thomas (25 Punkte) zerstörte regelmäßig die aufkeimenden Ulmer Hoffnungen aus der Distanz (6/11 Dreier).
Zum X-Faktor avancierte Jared Jordan, der seine Mitspieler mit 14 Assists -  gegenüber 16 Ballvorlagen der gesamten Ulmer Mannschaft - in Szene setzte. John Bryant hatte mit dem Ulmer Kollaps in Viertel eins zunächst noch nicht viel zu tun. Der Ex-Ulmer hielt sich in seinem Jubiläumsspiel anfangs zurück und wurede von Bogdan Radosavljevic zunächst gut kontrolliert. Nach einem Ulmer 8:0-Lauf, den David Krämer mit einem Dreier befeuerte, war der Schock der ersten Minuten überwunden und das Spiel ausgeglichen (15:15). Die zwei Punkte, die Topscorer Evans folgen ließ, sollten aber die letzten der Ulmer bis zum Beginn des zweiten Viertels sein. Mit einem 12:0-Run setzten sich die Gastgeber ab. In Halbzeit zwei verkürzten die Ulmer dann erneut auf sieben Zähler und hatten nun selbst einmal die richtige Antwort auf zwei Gießener Distanzwürfe. Einmal versenkte Green provozierend lässig einen Dreier aus über acht Metern, dann klaute Patrick Miller, der einen miserablen Tag erwischte, trotzdem aber 18. Minuten Spielzeit erhielt, einen Ball, den er mit einem Dunk zum 65:58 abschloss. Doch der Funke wollte nicht überspringen. ratiopharm ulm kam nicht ins Laufen und musste mit ansehen, wie Jordan gegen die Wurfuhr und auf einem Bein einen Dreier zum 79:64 versenkte. Auch im Schlussviertel änderte sich nichts an diesem Bild. Auch nicht als John Bryant nach einem technischen Foul – seinem fünften – das Feld verlassen musste. Bei noch knapp drei Minuten auf der Uhr war es Thomas, der die Antwort auf Bryants Abgang gibt – und zwar aus der Distanz zum vorentscheidenden 95:77. Die folgende Ulmer Aufholjagd ist leidenschaftlich, kommt allerdings zu spät.



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