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Ulm News, 26.11.2010 12:43

26. November 2010 von Waldemar Peter
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SSV Ulm 1846 Fußball: Nach Insolvenz - Niederlage vor Gericht


Jeder blamiert sich so gut er kann. Diese Anschuldigung muss sich der Vorstand des SSV Ulm 1846 e.V. nach dem Antrag auf Insolvenz und versäumten Gerichtstermin am Donnerstag einfach gefallen lassen. Das Image wird immer schlechter für den Verein in der Friedrichsau.

 

Dabei gerät das Sportliche immer mehr in den Hintergrund. Nicht nur dass, die Verantwortlichen nun doch zum Insolvenzgericht gehen mussten. Nein. Am Donnerstag hatten Sie sogar einen wichtigen und schon lange anberaumten Gerichtstermin vergessen. Dabei wäre die Kündigungsklage gegen Dinko Radojevic zu verhandeln gewesen, der flankiert von seinem Anwalt Robert Sikic aus Stuttgart auch pünktlich erschienen war.

 

Daher wollte der Vorsitzende Richter Fabian Pulz auch strengstens nach der Verfahrensordnung vorgehen und die obligatorische Viertelstunde warten. Danach verschallte der Aufruf an den SSV in der Vorhalle des Arbeitsgerichts. Die Folge war dementsprechend ein Versäumnisurteil an die Beklagtenseite SSV Ulm 1846. e.V. Der eigentliche Verhandlungsgrund war nur noch Nebensache und innerhalb zehn Minuten erledigt. 

 

Demnach besteht das Arbeitsverhältnis zwischen dem SSV und dem serbischen Ex-Kapitän Dinko Radojevic (32) weiterhin. Ihm steht daher auch rückwirkend sein Gehalt weiterhin zu. Lediglich hat der SSV nun noch das Recht zum Widerspruch gegen das Versäumnisurteil innerhalb einer Woche nach Kenntnisnahme. Allerdings vermutete die gegnerische Partei, dass dem SSV die „dünne“ Begründung für Entlassung im Nachhinein wohl Probleme bereitet habe, zumal er ja des Verdacht im Fußball- Wettskandal beteiligt zu sein, keine Verurteilung vorliege, der Verein dies aber als Begründung angeführt habe. Auch hat der zuständige Richter Fabian Pulz ohne Verhandlungsmöglichkeit erwähnt, dass er den Verein in einem Schreiben am 15.11.2010 aufgefordert habe einen „ Substantiven Vortrag“ zu erbringen. Genau das sei der Punkt so Anwalt Sikic aus Stuttgart der übrigens in den 90er selbst zu Oberligazeiten für den SC Pfullendorf kickte, wo der SSV-Vertreter wohl ein Problem hätte.“ Ihn letztendlich bei der Gelegenheit mit dem Wettskandal als vermutlich einer der teuersten Spieler von der Gehaltsliste haben wollte. Insofern stünde seinem Mandanten sogar die Teilnahme auf Training und Spielbetrieb zu, da die Kündigung null und nichtig sei. Jedenfalls stehen dem Kroaten wie den anderen SSV-Akteuren auch, die drei Monatsgehälter durchs Arbeitsgericht zu.

Wie es letztendlich weitergeht, hängt nun davon ab, ob der SSV die Einspruchsmöglichkeit wahrnimmt. Hätte dann auch schlechte Papiere, bei einem erneuten Versäumnis. Um die Gehaltskosten von über 12 Monaten bei einer Vertragslaufzeit bis 30.06.2011 in erheblicher Höhe zu sparen, müsste die Eröffnung der Insolvenz herhalten. Nur dann würde der Spieler mit seiner Forderung ins Leere laufen. Nach dem wohl der zum Termin beauftragter SSV Anwalt Andreas Mauritz nicht zu sprechen war, sagte Präsident René Mick auf Anfrage zunächst: Der Termin sei seines Wissen verlegt worden!“ Vize Mario Meuler dagegen, ich glaube Herr Mauritz war der Meinung er müsse da nicht erscheinen. Wie dem auch sei, eine zusätzliche Blamage ist es allemal.

Jedenfalls werden die ohnehin schon enttäuschten SSV-Fans noch mehr die Qualitäten des Vereinspräsidiums anzweifeln. Mittlerweile ist auch unklar, ob die geplante Hauptversammlung am 2 Dezember nun stattfinden darf, zumal erst am Freitagvormittag persönlich beim Insolvenzgericht die neue Richtung durch den Insolvenzverwalter, wer dies auch immer sein mag, vorgeben wird.

Derweil muss auch befürchtet werden, dass nach all diesen Attacken, die Zuschauerzahl für das Heimspiel am Samstagnachmittag 14 Uhr gegen Greuther Fürth II noch mehr nach unten geht, wobei die Zahlen der letzten Wochen ohnehin nur noch bei ca.1100 waren. Dabei sehen sich die Verantwortlichen nicht nur von den Sponsoren, sondern auch von der zahlenden Kundschaft im Stadionrund im Stich gelassen. Kaum zu glauben aber wahr. Waldemar Peter

 

 

 



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