Ulm News, 03.03.2015 17:52
Beschäftigte an Uni und Hochschule am Donnerstag im Warnstreik
Nach der zweiten Verhandlungsrunde für die Beschäftigten der Länder geht ver.di seit Wochenbeginn im ganzen Land in die Öffentlichkeit. Am Donnerstag werden in Ulm Beschäftigte der Universität, der Hochschule und des Studierendenwerks am Donnerstag ganztägig der Arbeit fern bleiben.
ver.di will damit den Druck auf die öffentlichen Arbeitgeber erhöhen, die bislang in den laufenden Tarifverhandlungen kein Angebot unterbreitet haben. In der laufenden Tarif- und Besoldungsrunde der Länder kündigt ver.di für Mittwoch und Donnerstag Warnstreiks im ver.di Bezirk Ostwürttemberg- Ulm an.
Betroffen ist die Hochschule in Aalen, die Beschäftigten werden dort am Mittwoch von 10 bis 12 Uhr zum Warnstreik aufgerufen. In Ulm trifft die Streikfront am Donnerstag die Universität und die Hochschule. Der Hochschulbereich ist gekennzeichnet von befristeten Arbeitsverhältnissen und geringen Lohnzuwächsen in den letzten Jahren“, so Maria Winkler, Geschäftsführerin des ver.di Bezirk Ostwürttemberg-Ulm.
Neben der Forderung nach Lohnzuwachs hat sich ver.di „das eindämmen von befristeten Arbeitsverträgen auf die Fahnen geschrieben“, macht Maria Winkler deutlich. „Mehr als 80 Prozent der wissenschaftlichen Mitarbeiter sind in befristeten Arbeitsverhältnissen und haben damit keine Perspektive.“ Die Arbeitgeber haben auch in der zweiten Verhandlungsrunde kein Lohnangebot vorgelegt und wollen einen Tarifabschluss von Verschlechterungen bei der betrieblichen Altersversorgung abhängig machen.
Dies sehen die Arbeitnehmer „sehr kritisch“, weil „gerade diese Altersversorgung insbesondere für die mittleren und unteren Einkommensgruppen das entscheidende Argument ist, im Bereich des öffentlichen Dienstes zu bleiben“.
ver.di verhandelt gemeinsam mit der GEW, der GdP und dem Beamtenbund und fordert 5,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens jedoch 175 €uro monatlich. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 100 Euro monatlich steigen und für Auszubildende wird eine garantierte Übernahme der Auszubildenden gefordert. ver.di macht auch die Begrenzung befristeter Arbeitsverträge zum Thema der Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) und fordert die zeit- und inhaltsgleich Übernahme des Tarifergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten der Länder und der Kommunen.
Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 16. und 17. März 2015 vereinbart.




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