Ulm News, 20.11.2013 12:50
Auftaktveranstaltung für Pilotprojekt „Virtuelles Kommunalwerk“ – Landkreis Neu-Ulm und LEW prüfen virtuelle Gesamtversorgung der Gemeinden des Landkreises Neu-Ulm
Der Landkreis Neu-Ulm sowie seine Gemeinden untersuchen in Kooperation mit LEW eine virtuelle Zusammenschaltung der kommunalen Stromverbraucher und dezentralen kommunalen Stromerzeugungseinheiten im gesamten Gebiet des Landkreises. Beteiligt sind 17 Kommunen, der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Neu-Ulm (AWB) sowie Einrichtungen des Landkreises. Ziel ist es, einen Überblick über die im kommunalen Bereich erzeugte und verbrauchte Energie zu erlangen. Den Projektauftakt bildete ein gemeinsamer Workshop mit der für das Projekt gegründeten „Energiekommission“ des Landkreises Neu-Ulm.
Landrat Erich Josef Geßner hob dabei hervor: „Unser Kreistag hat vor elf Monaten ein integriertes Klimaschutzkonzept verabschiedet, bei dessen Erarbeitung die Lechwerke AG uns bereits mit ihrer Erfahrung und ihrem Know-how als regionaler Energieversorger unterstützt haben. Mit dem „Virtuellen Kommunalwerk“ setzen wir nun unsere gute Zusammenarbeit beim Klimaschutz fort.“ Die Versorgung mit Energie wird sich in den kommenden Jahren grundlegend wandeln. Die effiziente, umweltfreundliche und bezahlbare Ausgestaltung bei gleichzeitiger Versor-gungssicherheit wird auch für Kommunen zu einer Herausforderung. Als Vorreiter möchte der Landkreis Neu-Ulm die Realisierung einer möglichen Gesamtversorgung der Gemeinden des Landkreises prüfen und aussagekräftige Ergebnisse zu den finanziellen Auswirkungen sowie zu den vorhandenen Kapazitäten erhalten. Als Kooperationspartner ermittelt LEW den Gesamtbedarf und erarbeitet mögliche Lösungsansätze. „Die gute Zusammenarbeit mit den Kommunen bildet einen wichtigen Grundstein unserer Arbeit. So ist uns auch die Partnerschaft mit dem Landkreis Neu-Ulm ein wichtiges Anliegen. Dank des Pilotprojekts können die Möglichkeiten einer dezentralen Energieversorgung untersucht und Lösungen für die Zukunft entwickelt werden. So könnten auch andere Kommunen von diesem Modell profitieren“, sagte LEW-Vorstandsmitglied Norbert Schürmann. Für die Berechnung stellen die zu untersuchenden Kommunen der LEW die Erzeugungs- und Verbrauchsdaten der kommunalen Liegenschaft, zum Beispiel des Kindergartens oder des Rathauses, aus den Jahren 2011 und 2012 zählpunktscharf zur Verfügung. Bei Liegenschaften mit einer Erzeugungsanlage zur Eigenstromerzeugung werden darüber hinaus bestimmte Kriterien, wie die Art und eine eventu-elle EEG-Förderung, gemeldet. Die Daten werden in einem virtuellen Energiemengenkonto zusammengefasst und ausgewertet. Bis zum Frühjahr 2014 sollen die Ergebnisse vorliegen, die im Rahmen eines weit-ren Workshops mit den Beteiligten des Projektes auf ihre Plausibilität geprüft werden sollen. Die LEW-Gruppe ist als regionaler Energieversorger in Bayern und Teilen Baden-Württembergs tätig. LEW beschäftigt mehr als 1.700 Mitarbeiter, ist mit 35 Wasserkraftwerken einer der führenden Erzeuger von umweltfreundlicher Energie aus Wasserkraft in Bayern und bietet Dienstleistungen in den Bereichen Netz- und Anlagenbau, Energieerzeugung und Telekommunikation an. Die Lechwerke AG gehört zur RWE-Gruppe.




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