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Ulm News, 22.02.2010 17:08

22. Februar 2010 von Ralf Grimminger
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Nullnummer nach flottem Spiel: FC Heidenheim kann mit Remis gut leben


Nach fünf Siegen in Folge mussten sich die Heidenheimer Fußballer in der Dritten Liga im Heimspiel gegen Erzgebirge Aue mit einem Punkt begnügen. Mit dem 0:0 kann die Truppe von Frank Schmidt (36) aufgrund der ausgeglichenen Spielanteile jedoch durchaus zufrieden sein. Das berichtet Sportreporter Waldemar Peter.

Zum ersten Mal gab es in dieser Saison in einem Spiel des FCH keine Tore - unterhaltsam war die Partie gegen die Sachsen dennoch. Die 5080 Zuschauer sahen eine Begegnung auf gutem Niveau, wobei sich beide Mannschaften zunächst auf das rutschige Geläuf einstellen mussten.
Die Heidenheimer begannen ohne Christian Essig, der sich im Abschlusstraining verletzt hatte und hatten den Gegner in den ersten 20 Minuten gut im Griff. In der Abwehr stand die Innenverteidigung mit Florian Krebs und Christian Beisel sicher, im Mittelfeld verdienten sich Richard Weil und Martin Klarer gute Noten. Nach zwölf Minuten hätten sich die Heidenheimer bereits für ihr sehenswertes Spiel belohnen können: Weil setzte Patrick Mayer in Szene, der mit dem Ball zwei Auer Verteidiger stehen ließ und die große Chance zum 1:0 auf dem Fuß hatte. Sein Schuss war jedoch zu harmlos, als dass er Martin Männel im Tor vor Probleme gestellt hätte. 
Das war es dann aber schon mit der Heidenheimer Herrlichkeit in Halbzeit eins: Mitte des ersten Spielabschnitts ließen die Gastgeber nach und die Auer "Veilchen" blühten mächtig auf. Nico Klotz auf Rechtsaußen wirbelte die Heidenheimer Defensive ein ums andere Mal durcheinander.
Der FCH konnte sich bei seinem Schlussmann Erol Sabanov bedanken, der zunächst in der 34. Minute einen Kopfball von Sebastian Glasner parierte und zwei Minuten später einen Schuss von Najeh Braham zur Ecke lenkte. Vier Zeigerumdrehungen später war es wieder der FCH-Keeper, der in höchster Not vor dem einschussbereiten Klotz rettete.
In dieser Drangphase der Auer kam dann eine Möglichkeit für den FCH wie aus dem Nichts: Von einem Abwehrspieler prallte der Ball in der 42. Minute ab zu Bagceci, der das Leder zu Spann verlängerte. Der Heidenheimer Stürmer war kurz hinter der Strafraumgrenze allein vor dem Tor, sein schwacher Schuss landete aber in den Armen von Männel.
Nach der Pause drehte der FCH mächtig auf. Im Spiel nach vorne war die Schmidt-Elf nun druckvoller und das Zweikampf-Verhalten deutlich besser als vor dem Halbzeitpfiff. Aus der spielerischen Dominanz ergaben sich sogleich gute Möglichkeiten. Eine gute Hereingabe von Ingo Feistle konnte Thomas Paulus zur Ecke klären und kurz darauf war es Rene Klingbeil, der einen Schuss von Klarer auf der Linie weg köpfte.
So ging es munter weiter. Der eingewechselte Faruk Gül zog in der 68. Minute aus etwa 16 Metern ab, traf aber nur knapp neben das Tor. Die Gäste aus Sachsen hatten in dieser Phase fast nichts entgegen zu setzen und taten für eine Mannschaft mit Aufstiegsambitionen zu wenig. In der 76. Minute war es Gül, der nach einem Solo über nahezu das gesamte Spielfeld auf Bagceci passte, der aus guter Position allerdings nicht richtig an den Ball kam.
FCH-Trainer Schmidt hatte zu diesem Zeitpunkt mit Bastian Heidenfelder, der für Marc Schnatterer ins Sp iel kam, den dritten Stürmer aufs Feld geschickt. Der Mut zum Risiko wurde diesmal aber nicht belohnt. Weitere Möglichkeiten von Mayer in der 77. und Dieter Jarosch in der 82. Minute blieben ungenutzt.
Von Aue war erst wieder in der Schlussphase etwas zu sehen. Lange sah es so aus, als wollten sich die Erzgebirgler mit einem Punkt begnügen. In den letzten fünf Minuten der Partie hatte die Heidenheimer Abwehr dann aber noch einige Arbeit zu verrichten: In einer strittigen Szene, in der Aue einen Elfmeter forderte, ließ der Unparteiische weiter spielen und kurz vor dem Schlusspfiff war es Heidenfelder, der sich wenige Meter vor dem Tor in einen Schuss von Skerdilaid Curri warf und so gerade noch zur Ecke klären konnte.
Mit dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit haben wir das Kommando richtig übernommen, und können mit dem Punkt gut leben, hauptsache wir haben zu Null gespielt, sagte Heidenheims-Coach Frank Schmidt. War sich auch mit seinem Kollegen Ricco Schmitt (41) einig, da beide Teams die Partie hätten auch gewinnenn  können. Jedenfalls, so Schmitt: Wir sind auch froh, daß wir mit diesem Spiel einigermaßen im Rythmus bleiben. Vor allem waren wir heute nicht die Schiedschbude der Liga!" Nach 24 Spielen hat der FC Heidenheim nun 38 Punkte und belegt weiterhin den dritten Tabellenplatz. 



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