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Ulm News, 27.06.2012 10:24

27. June 2012 von Thomas Kießling
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40 Jahre ESTA: Jubiläumsfeier in Senden mit Bundesministerin Dr. Annette Schavan


„Kreativität, Innovationen, eine hohe Eigenverantwortung und eine aktive Nachwuchsförderung“: So lassen sich die maßgeblichen Erfolgsfaktoren von ESTA zusammenfassen. Der Sendener Spezialist für Absaug- und Schwimmbadtechnik hatte zum 40-jährigen Firmenjubiläum eingeladen. Zahlreiche politische Gäste würdigten vor Ort die Erfolge sowie den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Beitrag des Unternehmens. Allen voran gratulierte die Bundesministerin für Bildung und Forschung Prof. Dr. Annette Schavan und unterstrich den Vorbildcharakter von ESTA in der Nachwuchsförderung.

“20 Prozent Ausbildungsquote sind großartig“,& betonte die Ministerin angesichts bundesweiter Quoten von durchschnittlich unter 10 Prozent in der Wirtschaft. Sie dankte auch ESTA-Geschäftsführer Dr. Peter Kulitz persönlich: „Die Familie Kulitz steht für Kreativität und die unaufhörliche Unruhe hin zum Neuen“, so Schavan. Zu den Gratulanten gehörte auch Dr. Beate Merk, die bayerische Staatsministerin für Justiz und Verbraucherschutz. Als „Glücksfall für die Stadt und die Region“ bezeichnete der Sendener Bürgermeister Kurt Baiker die Ansiedlung des Unternehmens und unterstrich die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Nach dem Grußwort des Bürgermeisters und der Ansprache der Bundesministerin eröffnete die Ulmer Stadträtin und ESTA-Gesellschafterin Jessica Kulitz eine Podiumsdiskussion zum Thema „Demografischer Wandel: Herausforderung an die Arbeitswelt in 15 Jahren“. Neben der Ministerin Dr. Beate Merk und dem ESTA-Geschäftsführer Dr. Peter Kulitz beteiligten sich der Zukunftsforscher Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher, der Vorsitzende der IHK-Versammlung Neu-Ulm Hans-Heiner Honold sowie Axel Bitzer, Vorsitzender der Wirtschaftsjunioren Baden-Württemberg. Abgerundet wurde der Festakt von der Aufführung der ESTA-Hausband „Die Abstauber“ sowie einer Hausführung der politischen Gäste.
Diesen „ESTA Walk“ konnten am „Tag der offenen Tür“ sämtliche Gäste antreten und den „Eiswürfel“, das markante gläserne Produktions- und Verwaltungsgebäude, bis spät abends besichtigen. Als „ein Versehen“ beschrieb der ESTA-Geschäftsführer Dr. Peter Kulitz die Gründung des Unternehmens im Jahr 1972 durch seinen Vater Günter Kulitz. Es war ein kleines Bild mit großer Wirkung, das zur Firmengründung beitrug: Das Elektro-Staub-Absauggerät, dessen Anfangsbuchstaben später das Kürzel ESTA ergeben sollten, hatte die von Günter Kulitz geleitete Maschinenbaufirma gar nicht mehr im Programm. Versehentlich wurde das0 Gerät jedoch auf der Rückseite des Prospekts abgebildet, mit dem die Firma ihre Winkelbohrköpfe einem größeren Kundenkreis anbot. Nach einiger Zeit war die Nachfrage nach diesem Gerät plötzlich so groß, dass gehandelt werden musste. Günter Kulitz entschloss sich, die Geräte produzieren zu lassen und eine neue Firma zu gründen, die Absaugtechnik für Handwerk und Industrie entwickeln und produzieren sollte.
„Er hatte die Chance gesehen, die Nachfrage war da, und so kam es zur Firmengründung“, schilderte Peter Kulitz die Anfänge von ESTA. „Dieses Vorge hen ist das beste Beispiel auch für junge Leute: Chancen erkennen und anpacken“, betonte Kulitz, der als Präsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertages und der IHK Ulm viele Unternehmen in Süddeutschland kennt. Heute produziert und vertreibt ESTA weltweit eine breite Palette an Lösungen – von mobilen Absauggeräten bis hin zu komplexen Anlagen zur Abscheidung von Rauchgasen und Stäuben, die bei Fertigungsprozessen anfallen.
Parallel zur Absaugtechnik etablierte ESTA den Gesch&a mp;amp;a mp;amp;a mp;amp;a mp;auml;ftsbereich „Pools & Wellness“ und verfügt hier über umfassende Erfahrung und Kompetenz beim Planen, Bauen und Warten von Schwimmbädern. Die Produkte wie Schwimmbecken, Wärmepumpen oder Filtertechnik bietet das Unternehmen aus einer Hand an. Dr. Kulitz stellte anlässlich der Jubiläumsfeier dabei insbesondere seine gut ausgebildeten Mitarbeiter und die offene Kommunikation im Unternehmen heraus: „Die Nähe zur Unternehmensleitung, eine unmittelbare Kommunikation, schnelle Umsetzbarkeit und Solidarität“ zeichne die Arbeitsweise bei ESTA aus, so Kulitz.
„Wir binden unseren Nachwuchs frühzeitig mit ein und setzen auf eine hohe Eigenverantwortung – nicht umsonst haben wir 20 Prozent Ausbildungsquote.“ Diese Stärken und Tugenden gelte es auch in der Öffentlichkeit stärker zu kommunizieren, so Kulitz.
„Dabei unterstützen wir unsere Mitarbeiter gerne, wenn sie sich politisch oder gesellschaftlich engagieren. Denn Politik braucht das Engagement des Bürgers, und wir müssen als Unternehmen ebenfalls mitwirken“. Einen Ausblick auf künftige Herausforderungen in der Arbeitswelt und Gesellschaft gab der Zukunftsforscher Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher.
Als Mitglied des „Club of Rome“, der als wissenschaftliches Institut vor 40 Jahren die vielbeachtete Studie „die Grenzen des Wachstums“ herausbrachte, prophezeite der Wissenschaftler schwierige Zeiten – mit Verweis auf die aktuelle Prognose „2052“. Denn trotz zahlreicher technischer Innovationen vor allem im IT-Bereich hätte die Weltgemeinschaft so viele Probleme wie noch nie zu lösen – allen voran die explodierende Weltbevölkerung. Professor Radermacher wies dabei auf die zunehmende Dominanz von Schwellenländern wie China und Indien hin, die als Wirtschaftsmächte mehr und mehr Einfluss hätten.
Die Schicksalsfrage sei, ob „wir für 10 Milliarden Menschen einen Globus in Wohlstand haben können“ und ob technische Innovationen auf diese Frage die Antwort geben könnten – vor allem angesichts der vielfältigen Umweltzerstörungen.
Den Bürgern und Unternehmen riet er, handlungsfähig zu bleiben, und in die eigene Gesundheit und Bildung zu investieren. Damit deckte sich das Fazit des Wissenschaftlers mit vielen Beiträgen in der Podiumsdiskussion, in der sich Teilnehmer wie Dr. Beate Merk, Axel Bitzer und Dr. Peter Kulitz für die möglichst frühe Förderung von Kindern und Jugendlichen einsetzen – von Kindergartenprojekten wie dem „Haus der kleinen Forscher“ bis hin zur beruflichen Aus- und Weiterbildung.



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