Ulm News, 16.02.2026 10:16
Rauch am ICE: der Zug bleibt bei Dornstadt auf offener Strecke stehen - 260 Reisende gestrandet
Ein ICE von München nach Karlsruhe ist am Freitagmittag auf freier Strecke liegengeblieben. Grund war eine Rauchentwicklung an einem Drehgestell des Triebkopfes. Die 260 Passagiere mussten auf einen Ersatzzug umsteigen. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Der Zug stoppte nahe Dornstadt bei Ulm. Die Weiterfahrt war unmöglich.
Gegen 12:30 Uhr bemerkte der Lokführer des ICE 2810 die Rauchentwicklung. Der Zug von München nach Karlsruhe befand sich 16 Kilometer nördlich von Ulm. Auf Höhe des Ortsteils Scharenstetten brachte der Fahrer den Zug direkt hinter einem Tunnel zum Stehen. Die Rettungskräfte wurden sofort alarmiert. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an, sie bereitete sich auf einen möglichen Brand vor. Die Einsatzkräfte untersuchten den vorderen Triebkopf des Hochgeschwindigkeitszuges. Dort stellten sie eine Hitzeentwicklung fest. Eine Wärmebildkamera zeigte 260 Grad am Drehgestell an. „Vor Ort hat es sich dargestellt, dass eigentlich nur ein Achslager heiß gelaufen ist“, so Florian Wagner. Wagner ist Abteilungskommandant der Feuerwehr Dornstadt. Er fügte hinzu: „Es war kein Feuer, kein Rauch sichtbar.“ Ein offener Brand wurde also ausgeschlossen. Bereitstehendes Löschwasser musste nicht eingesetzt werden. Umstieg auf offener Strecke Der Notfallmanager der Bahn traf nach kurzer Lagebesprechung eine klare Entscheidung. Nach Rücksprache mit dem Lokführer war klar: Der ICE konnte nicht weiterfahren. Die Sicherheit der Reisenden hatte absolute Priorität. Ein Ersatzzug wurde umgehend für die Evakuierung angefordert. Die Passagiere mussten auf offener Strecke umsteigen. Dies stellte eine besondere logistische Herausforderung dar.
Die Feuerwehr sicherte die gesamte Evakuierungsmaßnahme professionell ab. Der liegengebliebene ICE verfügt glücklicherweise über spezielle Übergangsbrücken. Mit diesen drei Brücken können Passagiere sicher in einen anderen Zug umsteigen. Der Ersatzzug hält direkt auf dem Nachbargleis neben dem havarierten Zug. So ist ein schneller und direkter Übergang möglich. Die Feuerwehr stand bereit, um besonders älteren Reisenden oder Familien zu helfen. „Dabei wird die Feuerwehr entsprechend unterstützen“, bestätigte Kommandant Wagner den Plan. Rund 260 Reisende mussten umsteigen.
Text/Fotos: Thomas Heckmann





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