Ulm News, 04.02.2026 09:14
Intensiver Kampf bleibt unbelohnt - Uuulmer unterliegen im EuroCup
Zum erstmals augetragenen „Tag des Handwerks“ im Rahmen eines Basketball-Spiels erleben knapp 4.000 Zuschauer ein langes ausgeglichenes und offensives Spiel in der ratiopharm arena. Zum Ende können die Uuulmer allerdings nicht mehr mithalten und verlieren gegen Buducnost VOLI Podgorica mit 90:103.
Über 30 Minuten waren die Uuulmer voll im Spiel und lange auch die tonangebende Mannschaft. Zum Schluss überragte dennoch die individuelle Klasse des hochtalentierten Hochkarräters aus Montenegro. Trotz der guten Arbeit an den Brettern überwogen am Ende die Fehler im letzten Viertel. 31 Uuulmer Fouls führten zu insgesamt 48 Freiwürfen der Gäste. Zudem erschwerten 18 Ballverluste das eigene Offensivspiel sichtbar. Kaltschnäuzige Gäste erzielten im letzten Viertel ganze 37 Punkte und egalisierten demnach die neun-Punkte-Führung der Hausherren. Positiv war heute die Rückkehr des langzeitverletzten Tommy Klepeisz. Er betrat zum ersten mal seit dem 05. November des letzten Jahres wieder das Parkett.„Zunächst einmal bin ich wirklich enttäuscht über den Ausgang der Partie. Wir hatten heute eine gute Chance. Es war ein großartiges Basketballspiel, beide Teams haben hart gekämpft. Verpasste Freiwürfe und vor allem unsere Ballverluste haben die Punkte in die andere Richtung gehen lassen. Am Ende ist uns die Luft ausgegangen und wir haben nachgelassen. Heute hätten wir die Möglichkeit gehabt, Druck auf Chemnitz aufzubauen“, betont Ulms Cheftrainer Ty Harrelson nach Spielende.
Ulm und Podgorica auf Augenhöhe
Mit einem erfolgreichen Distanzwurf eröffnete Chris Ledlum die Begegnung gegen Podgorica. Die Gäste erwischten jedoch den besseren Start, agierten mit hohem Tempo und intensiver Verteidigung. Die Uuulmer taten sich in der Anfangsphase schwer, Abschlüsse in Korbnähe zu kreieren, und sahen sich früh einem zweistelligen Rückstand gegenüber. Treffer von jenseits der Dreierlinie durch Justin Simon, Ledlum und Nelson Weidemann verkürzten den Abstand, dennoch ging es aus Uuulmer Sicht mit einem kleinen Rückstand in die erste Viertelpause (19:23, Q1). Im zweiten Viertel steigerten sich die Hausherren sichtbar und fanden besser in ihren Spielfluss. Chris Sengfelder übernahm Verantwortung und sorgte für die erste Führung des Abends. Podgorica blieb jedoch präsent und konterte, ehe Mark Smith Ulm wieder nach vorne brachte. In den letzten Sekunden vor dem Seitenwechsel stellten die Gäste jedoch den Gleichstand her (45:45, Q2).
Podgorica dreht das Spiel im letzten Viertel
Mit sicheren Dreiern eröffneten Ledlum und Smith den dritten Abschnitt. In einer defensiv geprägten Phase setzten sich die Uuulmer schrittweise ab, Jensen und Weidemann bauten den Vorsprung weiter aus. Podgorica fand zwar Antworten, konnte mit der hohen Trefferquote der Hausherren jedoch nur bedingt mithalten. Kurz vor der letzten Pause stellte Jensen erstmals auf eine zweistellige Führung her (75:66, Q3). Im Schlussviertel erhöhten die Gäste den Druck, trafen besser und verkürzten den Rückstand. Ein Dunk von James Thompson brachte den Ausgleich, ehe sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch lieferten. Auf Simons Dreier antwortete Yogi Ferrell umgehend, Podgorica übernahm kurzzeitig die Führung. Zwar brachte Mark Smith Ulm per Freiwurf erneut in knappen Vorsprung, doch die Gäste blieben konsequent, setzten sich am Korb durch und zogen entscheidend davon. Am Ende mussten sich die Uuulmer vor heimischem Publikum geschlagen geben (90:103, Q4).
Uuulmer Scorer überzeugen trotz Niederlage
Chris Ledlum avancierte mit starken 27 Punkten zum herausragenden Akteur des Abends und setzte offensiv immer wieder Akzente. Auch seine Teamkollegen präsentierten sich treffsicher
: Mark Smith steuerte 18 Zähler bei, Nelson Weidemann kam auf 11 Punkte, während Justin Simon und Chris Sengfelder mit 10 und 12 Punkten ebenfalls zweistellig scorten. Sengfelder ragte zudem beim Rebounding heraus und sammelte 9 Abpraller ein.
Orange-Mixed Zone:
Head Coach Ty Harrelson: „Zunächst einmal bin ich wirklich enttäuscht über den Ausgang der Partie. Wir hatten heute eine gute Chance. Es war ein großartiges Basketballspiel, beide Teams haben hart gekämpft. Verpasste Freiwürfe und vor allem unsere Ballverluste haben die Punkte in die andere Richtung gehen lassen. Am Ende ist uns die Luft ausgegangen und wir haben nachgelassen. Heute hätten wir die Möglichkeit gehabt, Druck auf Chemnitz aufzubauen."



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