Ulm News, 18.12.2025 16:03
Ulmer Gastronomen schlagen Alarm - Steigende Kosten und Baustellen bringen Betriebe an ihre Grenzen - Soforthilfen von der Stadt gefordert
Schwieriger Sommer, steigende Kosten und zukünftige Baustellen belasten die Innenstadt. Deshalb fordert die Ulmer Innenstadt-Gastronomie Soforthilfen für eine attraktive Winter-Außengastronomie. In einer Stellungnahme erklären die Gastgeberinnen und Gastgeber die Gründe.
Die Ulmer Gastronomie blickt auf einen schwierigen Sommer zurück. Unbeständige Witterungsverhältnisse mit viel Regen und kühlen Temperaturen haben die Gästezahlen merklich reduziert. Gleichzeitig steigen Rohstoffpreise, Betriebs- und Energiekosten sowie Personalkosten kontinuierlich weiter – eine Entwicklung, die viele Betriebe zunehmend an ihre Belastungsgrenzen bringt.
Wegen der Baustellen meiden Gäste, Kundinnen und Kunden des Einzelhandels immer häufiger die Innenstadt. Weitere umfangreiche Baumaßnahmen werden dazu führen, dass Besucherinnen und Besucher in den kommenden Jahren bewusst auf einen Aufenthalt in der Innenstadt verzichten.
Gastronominnen und Gastronomen hören dies immer häufiger direkt von ihren Gästen. Die Folge: ein deutlicher Umsatzrückgang in einer ohnehin herausfordernden Zeit. Dasselbe beobachten die GAstronomen im Einzelhandel.
"Die Zukunft ist alles andere als einfach", heißt es in der Stellungnahme. "Um in den kommenden Monaten und Jahren weiterhin attraktiv bleiben zu können, fordern wir, die Ulmer Gastronomie Gemeinschaft e. V., Unterstützung durch die Stadt Ulm", heißt es weiter.
Die Ausgangslage im Winter
Da die Stadt für die Nutzung von Außenflächen im Winter eine gesonderte Winterkonzession verlangt, fordern wir konkret folgende Maßnahmen für eine funktionsfähige und vor allem gemütliche Außengastronomie auch in der kalten Jahreszeit:
1. Erlaubnis zur Nutzung von Heizstrahlern und Windschutz in der Außengastronomie. Um Gästen auch bei kühlen Temperaturen eine attraktive Außengastronomie bieten zu können, möchten die Gastronomen Heizstrahler und Wetterschutzlösungen nutzen. So können Gäste nahezu witterungsunabhängig Cafés, Bars und Restaurants besuchen und ihre Speisen und Getränke auch
draußen genießen – ohne zu frieren. Rund 70 Prozent der Mitglieder, die entsprechende Außenflächen besitzen, würden bei einer Zulassung von Heizstrahlern sofort in die Winter-Außengastronomie einsteigen.
2. Vergünstigung der Winterkonzession für Außenflächen
Zudem wird eine Reduzierung der Gebühren für die Nutzung der Außengastronomie im Winter für die kommenden Jahre gefordert. Dadurch entsteht ein größeres Angebot für Besucherinnen und Besucher der Stadt, und gleichzeitig wird durch eine lebendigere Außengastronomie ein gemütlicheres Stadtbild gefördert. Denn die Gastronomie ist ein wesentlicher Pull-Faktor für die Ulmer Innenstadt. Lebendige Restaurants, Bars und Cafés ziehen Menschen in die Stadt – davon profitieren nicht nur die gastronomischen Betriebe selbst, sondern auch der Handel und das gesamte städtische Umfeld.
Baustellen in den kommenden Jahren
Die umfangreichen Baumaßnahmen, die sich bis zur Landesgartenschau 2030 erstrecken, bringen schon jetzt spürbare Einschränkungen für die Bevölkerung mit sich. Viele Menschen überlegen sich, ob sie den Weg in die Innenstadt überhaupt auf sich nehmen wollen. Eine hohe Aufenthaltsqualität – auch im Winter – soll dieser Entwicklung entgegenwirken und den Besuch der Stadt weiterhin attraktiv machen. So wird nicht nur die Gastronomie gestärkt, sondern auch der Tourismus und der damit verb
undene Handel.
Beispiel Stuttgart: Lebendige Innenstadt trotz Baustellen
Ein Blick nach Stuttgart zeigt, dass eine lebendige Innenstadt auch während großer Bauprojekte möglich ist. Die positiven Effekte sind sichtbar: In Stuttgart herrscht auch am Abend reges Leben in der Innenstadt – dank Wetterschutzlösungen, Heizstrahlern und einem angepassten Umgang mit
Sperrzeiten.Im Gegensatz dazu wirkt Ulm ab 18 Uhr oft wie ausgestorben. Wir sind überzeugt, dass eine wintertaugliche Außengastronomie auch in Ulm einen wesentlichen Beitrag leisten wird, um die Aufenthaltsqualität der Innenstadt zu steigern, die Frequenz in den Wintermonaten zu stabilisieren und die Stadt langfristig als attraktiven Anziehungspunkt zu erhalten.




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