Ulm News, 14.12.2025 12:30
Wer zuhause drei Tore schießt... verliert eigentlich nicht mehr - schon gar nicht 3:5 - doch, das geht in einem wilden Spiel für die Spatzen
Der SSV Ulm 1846 Fussball hätte im heimischen Donaustadion gegen den VFL Osnabrück Terrain im Abstiegskampf gewinnen können - doch beim 3:5 viel eher viel Erfahrungsschatz.
Denmächst folgen die Stimmen zum Spiel - natürlich wieder mit ulm-news-Fragen.
Nach dem wichtigen 1:0-Sieg am vergangenen Samstag gegen den FC Viktoria Köln steht gegen den VFL Osnabrück das letzte Heimspiel des Jahres an. Die Lila-Weißen sind stark in die Saison gestartet und stehen mit 29 Punkten auf dem 5. Tabellenplatz. Und es geht schnll in den beliebten Tickerstil, denn verpassen darf man bei den Spatzen anfangs gar nix mehr.
Spiel geht noch nicht los - ein Gästefan muss auf unsere tolle Anzeigentafel klettern und einen Banner befestigen - höchst gefährlich.
Außerdem ist erst mal Schweigeminute für eine beim 1860er-Heimspiel leider Verstorbene. Siehe extra ulm-news-Bericht.
Dann aber geht es los - und wie:
Spielverlauf
2‘ Tor wie beim 60er Spiel, doch diesmal dauert es fast scho epische 1:42 Minuten (damals 21 Sekungen) für Osnabrück. #ULMOSN 0:1. Kehl schickt Wagner am Strafraumrand. Der lupft den Ball auf den zweiten Pfosten, wo Lesueur (erstmals Startelf, erstes Saisontor für ihn), komplett freisteht und den Ball volley ins Tor legt.
8’ Brandt mit einem starken Steckpass auf Besong, der hat dann aber einen zu spitzen Winkel aufs Tor und der Ball geht ein gutes Stück vorbei.
9‘ Nachdem Jonsson eine Ecke rausfaustet, fliegt dieser aus dem Strafraum direkt zu Dajaku. Der nimmt den Ball direkt per Volley. Die Kugel geht nur Zentimeter am linken Pfosten vorbei.
15‘ Kopacz kommt auf der rechten Seite durch und steht allein vor Ortag. Er schießt, aber Ortag hält souverän.
16‘ Tor für Osnabrück. #ULMOSN 0:2. Die folgende Ecke kommt als Mega-Bogenlampe (da liegt einen halben Meter Schnee drauf und ist ewig unterwegs) dann am zweiten Pfosten runter auf Kopacz. Der köpft ihn wieder in die Mitte, wo Wiemann aus kurzer Distanz zum 0:2 einköpft. Einen halben Meter draußen - und Ortag boxt ihn sich nicht ins Tor, sondern drüber. Pech gehapt.
Doch wenig Pech ist dabei, dass die Spazzen überall rumflattern, nur nicht direkt bei ihren Gegnern - zu weit weg vom Gegnern, nicht griffig genug, kommen dadurch auch nicht in die Zweikämpfe
34‘ Tor für den SSV. #ULMOSN 1:2. Dajaku bringt eine perfekte Flanke in den Strafraum. Chessa läuft ein und steckt den Ball akrobatisch an Keeper Jonsson vorbei ins Tor.
37‘ Meier (für Scholze im Team) zieht per Dropkick ab. Jonsson kann den Ball gerade noch so parieren. Das war fast der Ausgleich für die Spatzen.
45‘ Halbzeit. #ULMOSN 1:2 - und die Spatzen sind also wieder dran, das verströmt sofort Hoffnung
48‘ Tor für den SSV. #ULMOSN 2:2. Dajaku bekommt nach einem misslungenen Freistoß den Ball wieder. Er flankt wie schon beim ersten Tor der Ulmer perfekt in den Strafraum. Dieses Mal ist es Besong, der richtig steht und die Kugel ins Tor zum Ausgleich köpft und damit seine erste und einzig Chance zum ersten Saisontor krönt.
Ausgleich für die Ulmer - und jetzt doch los, oder?
Je geht`s auch, aber in die andere Richtung:
56‘ Tor für Osnabrück. #ULMOSN 2:3. Ulm kommt nicht über die erste pressingreihe, Dajaku spielt auch mal eine Fehlpass, kann passieren, wird aber in dem Fall teuer. Kammerbauer spielt von der rechten Seite aus einen Flachpass zu Kehl in die Mitte. Kehl nimmt den Ball an und knallt die Kugel ins rechte Eck.
58‘ Tor für Osnabrück. #ULMOSN. 2:4. Ein Pass von Seegert auf Ortag verkümmert total - Kehl spritzt dazwischen (überhaupt sind die Lila-Weißen insgesamt viel agiler und spritziger) und ist vor Ortag an den Ball, umläuft ihn und schiebt zum 2:4 ein. Doppelpakt innerhalb zwei Minuten - Respekt und dann wird er sogleich ausgewechselt - "kehle Aktion".
62‘ Besong nimmt eine Flanke direkt aus der Drehung volley. Der Ball geht am Kasten der Lila-Weißen doch weit vorbei - wäre mehr Drehung nötig gewesen.
74‘ Tor für Osnabrück. #ULMOSN. 2:5. Lesueurs Flanke findet Meißner in der Mitte. Der hat Zeit den Ball mit der Brust runterzunehmen und ihn dann rechts unten in die Ecke zu hauen.
87‘ Tor für den SSV. #ULMOSN. 3:5. Görlich flankt aus dem rechten Halbfeld direkt auf den im Strafraum einlaufenden Löder. Der köpft aus kurzer Distanz an Jonsson vorbei ins Tor. Also geht doch: drittes Tor für Ulm - aber hat keinen Wert, weil keine Punkte, doch wenigstens treffen drei Stürmer - das gibt doch Hoffnung
90‘ Abpfiff #ULMOSN 3:5
Fazit und Ausblick
Die Spatzen verschlafen den Beginn der Partie wieder vollends wie gegen die 60er, erarbeiten sich jedoch in der Folge Chance auf Chance und kommen kurz nach der Halbzeit sogar mit dem Ausgleichstreffer von Besong zurück.
In der Folge machen die Osnabrücker zwei Tore in zwei Minuten und danach kommen die Spatzen die letzte halbe Stunde nicht mehr richtig in Tritt. Shit, obwohl neuzugang Mirnes Pepic in seinem 3. Spiel Dreh- und Angelpunkt im Ulmer Spiel und überall zu finden ist. "Aber er hat nicht genug Anspielstationen um sich rum", sagt Trainer Pavel Dotchev bei der PK auf ulm-news-Frage - dazu die PK.
Die Spatzen verlieren letztendlich trotz starker Offensivarbeit mit 3:5 gegen den VFL Osnabrück. Kommenden Samstag steht dann das letzte Spiel der Hinrunde und des Jahres an. Dann geht es auswärts gegen Rot-Weiss Essen.
Aufstellungen
SSV Ulm 1846 Fussball: Ortag – Kölle, Mazagg (90‘ Boller), Seegert, Meier (81‘ Görlich) – Dressel (71‘ Löder), Brandt – Chessa, Pepic, Dajaku (81‘ Aksakal), Besong (71‘ Becker)
VFL Osnabrück: Jonsson – Fabinski (88‘ Fabinski), Müller, Wiemann – Lesueur (80‘ Henning), Wagner, Jacobsen, Kammerbauer – Kopacz (80‘ Wiethaup), Kehl (70‘ Pröger), Meißner (88‘ Ihorst)
Zuschauer
8.913




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