Ulm News, 19.11.2025 22:15
Rezeptbuch für Innenstädte: Der BWIHK hat geforscht und herausgefunden: eine Innenstadt ist ein Gesamterlebnis – sie muss attraktiv bleiben
Die Innenstädte in Baden-Württemberg stehen weiterhin unter Druck: Geschäftsschließungen, Leerstände, ein vernachlässigtes Stadtbild sowie knappe
Budgets prägen vielerorts das Bild. Die gute Nachricht: Mit klug umgesetzten Maßnahmen können Innenstädte jedoch fit für die Zukunft gemacht werden und bleiben so als attraktive Orte für Einkauf, Erlebnis und Miteinander bestehen. Nun gibt es ein Rezeptbuch für Innenstädt - wurde grad eben in einer schönen Teams-Konferenz vorgestellt. ulm-news hat genau zugehört und natürlich kritisch nachgefagt.
„Starke, attraktive und funktionierende Stadtzentren brauchen verlässliche Rahmenbedingungen. Handel und Gastronomie müssen in der Innenstadt wirtschaftlich erfolgreich arbeiten können. Dafür sind gezielte Entlastungen und der Verzicht auf neue Belastungen entscheidend. Ebenso wichtig: Die Menschen müssen mit dem Verkehrsmittel ihrer Wahl in und durch die Stadt kommen.
Nur so bleibt die Innenstadt ein attraktiver Wirtschaftsstandort, in
dem Handel, Gastronomie und weitere Innenstadtakteure die Impulse aus dem Rezeptbuch erfolgreich umsetzen können!“, sagt Manfred Schnabel, BWIHK-Vizepräsident und Präsident der IHK Rhein-Neckar, bei der Vorstellung vom „Rezeptbuch für eine attraktive Innenstadt.
In diesem wird eine praxisnahe Handlungsanleitung zum „Nachkochen“ für Kommunen, Wirtschaftsförderungen und lokale ehrenamtliche Akteure präsentiert – insbesondere in Städten unter 50.000 Einwohnern.
Das Rezeptbuch basiert auf den Erkenntnissen aus fünf Jahren IHK-Innenstadtberatung im Land, mit 123 Beratungen und rund 14.000 Befragungen von Besuchern innerhalb des Förderprojekts „Innenstadtberatung“ des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus. Die
Analyse folgt dem Prinzip: Gut für die Innenstädte ist, „was dem Gast schmeckt“.
Gezeigt wird, was Besucher heute von einer attraktiven Innenstadt erwarten, aber auch, was Kommunen möglichst vermeiden sollten. Die Beispiele zeigen, welchen Städten die Umsetzung dieses Anforderungskataloges bereits besonders gut gelingt.
Bernhard Nattermann, Handelsexperte der IHK Bodensee-Oberschwaben, die im BWIHK in Handelsfragen federführend ist, erläutert das Analyse-Konzept näher: „Wir geben heute konkrete Handlungsempfehlungen, damit jede Kommune und jeder Akteur für die eigene Umsetzung praxisbezogene Ideen und Impulse an die Hand bekommt.“
Thomas Kaiser, Innenstadtberater der IHK Südlicher Oberrhein, unterstreicht aus seinen Erfahrungswerten: „Die Daten zeigen klar – Einkaufen bleibt das wichtigste Besuchsmotiv, Gastronomie und Wochenmärkte sind starke Magneten. Schlechte Erreichbarkeit und fehlendes Ambiente sind die Attraktivitätskiller.“
Und so kann auch die von ulm-news gefragte Symbiose von Online- und Stationärem handel funktionieren - die Erlebniswelt vor Ort in den Innenstädten ist unschlagbar. Der Onlinehandel stagniere übrigens seit Jahren bei 13 % des Kaufvolumens.
Die Inhalte im Überblick:
• Acht Grundrezepte für unterschiedliche Stadttypen – von der historischen Altstadt bis zur Tourismusstadt.
• Erfolgsfaktoren als Grundzutaten wie Angebotsvielfalt, Erreichbarkeit, Ambiente und Veranstaltungen.
• Warnsignale für den „Untergangsrezept“-Mix, der zu Leerstand und Attraktivitätsverlust führt.
• Eine klare Handlungsanleitung, welche Rezepte von wem nachzukochen, anzupassen oder zu kombinieren sind.
Das Rezeptbuch inklusive vieler guter Beispiele aus Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg kann abgerufen werden unter: https://www.bw.ihk.de/rezeptbuch




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