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Ulm News, 03.11.2025 19:45

3. November 2025 von Thomas Kießling
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„Es hat an vielen Ecken gefehlt“ – Die Stimmen zur 1:3-Niderlage der Spatzen


Die Mannschaft von Moritz Glasbrenner gibt gegen den VfB Stuttgart II den Sieg schon fast leichtfertig aus der Hand und schenkt sich bei der 1:3-Niederlage zwei Tore fast schon selber ein.

Die Stimmen zum Spiel aus der Mixed-Zone und auf der PK - mit ulm-news-Fragen. 

Und am Ende mit einem Kommentar von ulm-news: 

Moritz Glasbrenner: „Wir haben das 1:0 mit der ersten großen Chance erzielt. Die Emotionen habe ich danach vermisst. Es war auf letzte Woche allenfalls ein Reaktiönchen. Die Führung vor so vielen Fans muss dir eigentlich sehr viel Kraft geben, da musst du vor Energie strotzen. Den Fans ein Riesen-Dank für den Support heute. Wir müssen in den Basics besser werden. Das war heute zu wenig.“

Dennis Dressel: „Es war kein guter Auftritt von uns, vor allem in der zweiten Halbzeit. Wir wollten eine Reaktion zeigen, das ist uns nicht gelungen.
Die Fehler dürfen uns so nicht passieren, wir haben auch die 50:50-Duelle verloren, da sind wir nicht in die Zweikämpfe gekommen.
Ich spüre den Zusammenhalt, die Kurve hat uns Mut zugesprochen, zusammen kommen wir da wieder raus, auch wenn die Verunsicherung aktuell da ist.“

Christian Ortag: „Man muss sagen, dass wir es uns heute selber schwer gemacht haben. Die Reaktionen sind verständlich. Wir intern akzeptieren es auch nicht, wir sind gemeinsam da reingeraten und jetzt müssen wir gemeinsam da wieder rauskommen.“

André Becker: „Es hat heute an vielen Ecken gefehlt. Auch, dass wir brenzlige Situationen mal entschärfen. Auch die letzte Gier auf drei Punkte hat gefehlt, die waren nach dem 1:0 auf jeden Fall drin. Da müssen wir uns alle reflektieren, sodass wir schnellstmöglich wieder auf die Gerade kommen.“

Die Stimmen zum Spiel mit André Becker.

Stimmen von der der PK

 

Der Kommentar: 

ulm-news meint: 

Das war mal gar nichts gestern - taktisch - von der Einstellung her - von der Mentalität - da hat es gerade einmal für 45 Minuten gereicht - und mit viel Glück kommt das Team von Moritz Glasbrenner mit 1:1 in die Pause.

Was aber dann geschieht, ist schwer erklärlich. Der Kapitän geht mit chaaotischem Beispiel voran und bereitet den Rückstand selbst vor - auf dilettantische Art und Weise - spricht hernach im ulm-news-Interview von "Kinderfußball" - nach einer 1. HZ von ihm mit schrecklichen Zweikampfwerten war das allerdings kein Wunder - hier hätte der Trainer einschreiten und ihn  auswechseln müssen. 

Auch sein Move mit dem Wechsel von Dajaku für den ausgewechselten Löder auf die 10er Position, um ihn zehn Minuten später dann selbst auszuwechseln - sieht schon sehr nach Laptop-Coaching aus. Schieb den da hin, den dann dort - und nach zehn Minuten machen wir`s wieder ganz anders. Hey: wie soll sich den eine Sturm-Formation da einspielen?

Frage zudem: gab es in den letzten fünf Spielen überhaupt mal da vorne die gleiche Aufstellung? 

Hinten - und das sieht man an den Ergebnissen - stellt sich die Abwehr aufgrund der Verletzungen ja schon von selbst auf - bei 1:4, 1:2, 0:5 und 1:3 ebenfalls Wahnsinn. 

Wo ist da bittschön die Weiterentwicklung der Mannschaft, die man bei  Robert Lechleiter eingefordert hat - bei seiner Entlassung nach sechs Spieltagen! 

Hey, wenn das Profis sind, dann kann man auswärts auch mal mit einer 5er-Abwehrkette spielen und ggf. zuhause mit einer 4er-Kette - und wenn es Profis sind, dann kann man das auch während des Spiels ändern - das müssen die drauf haben, sonst können sie in der Winterpause nach Wanne-Eickel 04/12 ausgeliehen werden. Das ist anders zu sehen als im Sturm. Und dann würde auch mal ein 6er in der Startformation reichen. Nur Max Brandt erfüllt derzeit 3Liga-Level.  

Der Trainer vermisst zurecht einen "emotional Leader" - die gelben Karten gab es gestern erst nach 58 Minuten - und dann am Schluss wg. einiger Frustfouls -in Minute zwei müsste es eine geben - und den jungen Stuttgarter müssten ab dieser Minute bei jedem Zweikampf vor Angst einen Meter hochspringen!

Kommendes Wochenende gibt es bereits das nächste Heimspiel - gegen Hansa Rostock. ob das in der augenblicklichen Verfassung der Spatzen ein (Heim-)Vorteil sein wird? Die Mannschaft muss auf jeden Fall eine Reaktion zeigen, das Trainerteam muss auf jeden Fall seine Konsequenzen ziehen.

Führungsriege und Umfeld: 

Ruhe muss einkehren für die nächste Spiele, gegen Rostock, für die Trainingswoche während der Länderspielpause und vor allem zum Auswärtsspiel in Havelse.

ulm-news  hat schon nach drei Spieltagen gesagt: es gibt zehn Teams, gegen die hat Ulm kaum eine Chance, aber es gibt auch - padron - zehn Kappen-Teams, gegen die kannste gewinnen. Und das muss die Mannschaft auch.

Nachdem am vergangenen Donnerstag - ulm-news berichtete ausführlich - durch die Blume und vorm Trainer, nicht vom Vorstand, das Saisonziel ausgegeben wurde, ist ja jedem klar, wo es für die nächsten zwei Drittel der Saison angkommt - auf den Klassenererhalt, auch nichts mehr oder weniger, und wenn der irgendwann im letzten Saisondrittel erreicht würde, dann kann man sich noch einen schönen Mittelfeldplatz aussuchen.

Und: ohne Verstärkungen in der Winterpause wird das obige Minimalziel Klassenerhalt nicht zu stemmen sein. Man kann es ja bequem auf die lange Verletzenliste schieben, dass man noch nachjustieren muss. Dann kommt es für manchen derzeitigen Spieler nicht so übel, dass er für ein Engagement in der 3.Liga mehr als 100 Prozent geben muss - und zwar in jeder Partie.  

Ein ulm-news-Kommentar von Thomas Kießling.



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