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Ulm News, 21.09.2025 11:45

21. September 2025 von Thomas Kießling
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Keine Panikaktion war die Entlassung von Lechleiter – ein klares Nein zu Tom Wörle – eine PK mit vielen Fragen: einigen gestellten, noch mehr offenen


 Keine Panikaktion sei`s gewesen, sagen sie, aber nötig, weil keine Weiterentwicklung der Mannschaft erkennbar war: nach sechs Spieltagen! Die PK zur Entlassung von Spatzentrainer Lechleiter und zur Einsetzung von Interimscoach Moritz Glasbrenner war gespickt mit … ja mit was eigentlich? Mit Fragezeichen?

Der Versuch einer Analyse einer prekären Situation bei den Spatzen  auf Basis der freitäglichen PK, die es auch auf youtube gibt.

Gute Frage, davon wurden heute von der versammelten Ulmer Medienlandschaft deren viele gestellt – eine halbe Stunde lang im PK-Container hinter der Haupttribüne des Donaustadions: mal an Vorstand und Geschäftsführer Markus Thiele, mal an den neuen, der aber nur ein bis drei Spiele an der Seitenlinie stehen oder sitzen wird (Mist, haben wir vergessen zu fragen, wie viele genau), eben an Moritz Glasbrenner, 35-jährig geborener Söflinger, dann mit 5 Jahren in den SC Lehr / Mähringen eingetreten – dort bis 8 Jahre Torwart gespielt – „weil die die die buntesten Trikots hatten“ und dann mit der Familiy umgezogen nach Magdeburg und später nach Münster – bis zu diesem Sommer. „Jetzt fahr ich wieder da vorbei, wo ich in meiner frühesten Kindheit war – das ist schon echt bewegend.“ Da freut sich ein Mann, mit seiner jungen Familie (mein Sohn wird mich auch als vorrübergehender cheftrainer jeden Morgen um 6 Uhr wecken). in Ulm zu sein.

Bewegend ist auch, dass der bisherige U19-Trainer der Spatzen – ganz wie sein Vorgänger übrigens – jetzt das Heft des Handels der Profimannschaft in Händen hält. Vor dieser Aufgabe sei er schon sehr demütig, nehme sie aber mit seinem Max Kohlenberg sowie weiterhin Torwarttrainer Holger Betz, Athletiktrainer Tim Gulde und Analyst Patrick Waltenberger mit vollem Eifer an – und man habe sich für das Spiel gegen Jahn Regensburg auch schon etwas überlegt - und weitere taktische Finessen würden folgen. Dazu gleich mehr.

Dies hat man von der Vereinsspitze aus dem bisherigen Trainerteam mit Robert Lechleiter und seinen Cos Matthias Lust und Christoph Kappel offenbar nicht mehr zugetraut.

Nach der 1:3-Niederlage in Saarbrücken waren sich die SSV-Granden offenbar bewusst, wieviel den ihrigen noch fehlt zu einer Spitzenmannschaft der 3. Liga. Da man aber gut eingekauft und noch schnell nachgekauft habe, müssten doch beide Teams so ungefähr auf Augenhöhe sein, war man sich einig - waren sie aber nicht – und daran Schuld habe dann der Trainer, denn die Entwicklung der Mannschaft hätte schon viel weiter sein müssen als bei diesem 1:3.

So weit ist viel davon nur Vermutungen, aber es wird von der Erklärung her auf der PK nicht eindeutiger, denn auch wenn man sich die PK heute auf Youtube oder Spatzen TV nochmal und nochmal anschaut: die Gründe bleiben bei der mangelnden Entwicklung haften – und das nach sechs Spieltagen.

Es seien nicht die nur die nur zwei Siege aus den sechs Partien gewesen, die man der Entscheidung zugrunde gelegt hätte, sonst würde man ja von einer Panikaktion sprechen – Tabellenplatz 15 – nein, das sei nicht entscheidend gewesen.

Und so deuten wir zwischen den Zeilen weiter, dass der alte Trainer – wie übrigens der „ganz alte“ Trainer Tom Wörle – offenbar echt viel zu defensiv hätten spielen lassen - und auch noch mit dieser 3er-Kette. Also schleunigst die Reißleine ziehen.

Ein frischer Geist müsse her, der eine wenigstens eingeschworene und intakte Mannschaft vorfinde, wie es Moritz Glasbrenner formuliert.  Stimmt – wer etwas länger nach der PK vor Ort geblieben war, bekam eine Mannschaft mit, die gutgelaunt und scherzend von den Katakomben der Haupttribüne außen in den Besprechungsraum gelaufen ist (der Container über dem Presseraum – nur dass ihr´s mal wisst, welche vereinigten Hüttenwerke das da sind im Donaustadion).

Wohl jetzt frei von Fesseln und des Stürmens wohlgemut wird es dann am Sonntagabend losbrechen – das offensive Feuerwerk: Glasbrenner lässt im U19er eine 4er Abwehrkette spielen (wie Lechleiter auch zuletzt gegen Saarbücken das probiert hat) und mit Besitzfußball, mutig und offensiv und ballorientiert – der Gegner kann ruhig dagegenhalten und wie Regensburg mit einer Mann-zu-Mann-Deckung übers ganze Feld hinterherjagen, wir aber konzentriere uns auf die eigene Spielweise. Da ist sich die Mannschaft auch ganz sicher, dass sie das so spielen kann?

Nicht ohne Grund hat man rund ums Wechselfristende noch zwei erfahrene Offensivkräfte geholt, wobei sich der hoffnungsvollste davon (Domenik Martinovic) nach Anfangseuphorie gleich das Kreuzband gerissen hat. Spielt in der Bewertung der Trainer-Situation aber wohl keine große Rolle.

Das hat die Pressemeute dann so in die Laptops und Notizblöcke notiert, einzelne Vertreter haben sich noch eine Rüge des SSV-Geschäftsführers wegen des Verdrehens mancher Tatsachen anhören dürfen, wobei man doch nicht wissen können, wie diese Tatsachen sich intern dargestellt hätten, dies aber jetzt nicht mehr thematisieren wolle und über die man nicht mehr berichten müsse, weil man jetzt ja gemeinsam vorausschauen solle.  

Die Rückspielgel werden beim SSV nun abmontiert, die Mobiltelefone dafür glühen, wer der nächste Cheftrainer nun werden wird. Keine Sorge, auch da gibt es Agenturen und Spieler/Trainervermittler, die von sich aus anrufen. ulm-news hat schon mal Tobias Schweinsteiger (Ex-Oldenburg) und Sascha Hildmann (Ex-Preußen Münster) ins Spiel gebracht – die braucht man sich dann schon nicht mehr anbieten lassen – die kann man selber anrufen – Tom Wörle ist heut erneut in der PK brüsk abgelehnt worden.

Moritz Glasbrenner würde wieder – das ist mein Auftrag – zurück ins Glied der U19 treten. „Ich bin hierher nach Ulm gekommen, drei Jahre den Nachwuchs zu machen, denn dann kann ich die Pro-Lizenz machen“, sagt er – so sei der Deal gewesen. Die Profimannschaft dürfte er als hauptamtlicher Cheftrainer somit gar nicht längers trainieren.

Gegen Regensburg Schweinfurth und Ingolstadt könnte aber auch der Co. vom Co gut aussehen, das sind absolut schlagbare Teams – zwischendrin gegen Hoffenheim II wird’s dann schon enger.

Man schaue sich doch einfach die gesamte PK von heute an –  aber Vorsicht, geht über 30 Min. – vielleicht werden die ulm-news-Leserinnen und Leser ja schlauer?

ulm-news meint: Irgendwie hat da jemand die Geduld verloren und auf die Geschäftsführung eingewirkt, sie müsse jetzt schleunigst handeln. ulm-news weiß sogar, wer es ist, stellt ihn aber nicht an den Pranger. Aber gut ist sein Strippenziehen im Hintergrund nicht – bei dieser Halbwertszeit des Trainerdaseins in Ulm wird übrigens keine 1-A-Trainerlösung nach Ulm kommen – nach 15 Spielen könnte ja schon wieder Schluss sein – das ist nicht einmal bis zum Ende der Saison! Das sind ja schon Ex-VfB-Verhältnisse – oder auf Schalke. Spätestens jetzt müssen die SSV-Verantwortlichen gehörig auspassen.

Hier die PK heute auf Spatzen TV und youtube.



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