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Ulm News, 21.06.2017 16:11

21. Juni 2017 von Ralf Grimminger
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Cornelia und Helmut Hofmann rudern auf der Donau von Ulm ins Schwarze Meer.


Mit der Idee, die Donau hinunter bis ans Schwarze Meer zu rudern, befassen sich Conny und Helmut Hofmann bereits seit fünf Jahren. Eine Strecke der Länge von 2888 km in knapp zwölf Wochen per Ruderboot zu bezwingen, stellt den Körper vor zahlreiche Herausforderungen. Helmut Hofmann, der im Institut für Fahrzeugsystemtechnik der Hochschule Ulm als Ingenieur arbeitet, und seine Frau Cornelia haben für diese Höchstleistung ein intensives Training absolviert. Trainerin der beiden 57-jährigen ist die Ruder-Olympionikin und dreifache Weltmeisterin Lena Müller. Das Boot aus dem Jahr 1910 wurde aufwendig restauriert und mit modernstem technischen Equipment ausgestattet, das mit einem Team der Hochschule Ulm eigens für die zwei Abenteurer entwickelt wurde.

 Der Organisationsaufwand ist gewaltig, auch, weil man auf dieser Reise mit acht Ländern und deren Besonderheiten zurechtkommen muss. Während in Deutschland oder Österreich die Frage im Vordergrund steht, wo Übernachtungsmöglichkeiten bestehen, stellt sich beispielsweise in Serbien primär die Frage der Sicherheit und in Rumänien die der Verpflegung. Eine Strecke der Länge von 2888 km per Ruderboot zu bezwingen, stellt den Körper vor zahlreiche Herausforderungen. Helmut Hofmann, der im Institut für Fahrzeugsystemtechnik der Hochschule Ulm als Ingenieur arbeitet, und seine Frau Cornelia haben für diese Höchstleistung ein intensives Training absolviert. Streng nach Plan wurde allein im letzten halben Jahr teilweise täglich, zumindest aber viermal pro Woche trainiert. Trainerin der beiden 57-jährigen ist keine geringere als Ruder-Olympionikin und dreifache Weltmeisterin Lena Müller.
Gemeinsam wurde im Ulmer Ruderclub Donau daran gearbeitet, das Rudern insbesondere über lange Distanzen zu perfektionieren. „Strolch“, das Boot der Hofmanns, ist ein Klassiker aus dem Jahr 1910, das von einem befreundeten 82-jährigen Bootsbauer aufwendig restauriert wurde. Damit die Reise reibungslos verlaufen kann, ist allerdings auch modernstes technisches Equipment unerlässlich. So rudern die beiden Abenteurer auf einem eigens für sie per 3D-Drucker erzeugten Sitz. Rudersitze stehen im Ruf, extrem unkomfortabel zu sein. Mit einem Team der Hochschule Ulm wurde deshalb eine spezielle Version entwickelt.
Dafür wurde zunächst mit einer 80.000 Euro teuren Spezialmatte Druckpunkte getestet um mehr über die Ergonomie eines Rudersitzes zu lernen. Schließlich wurde der Sitz per 3D-Drucker hergestellt. „Ich will damit auch anderen Ruderern zeigen, dass Rudern nicht zwangsläufig mit Schmerzen an der einen oder anderen Stelle verbunden sein muss. Ich möchte mit meinem Beispiel dazu beitragen, neue Innovationen in diesem traditionellen Sport zu ermöglichen“, so Helmut Hofmann. Er vergleicht den Rudersport gerne mit dem Instrumentenbau, in dem ebenso über viele Jahrzehnte aufgrund gewachsener Traditionen nur wenig Innovation stattfand.
Thema Innovation: Über eine GoPro Kamera am Bug des Schiffes und einer Augmented Reality Brille, die das Bild der GoPro anzeigt, kann Helmut Hofmann das Schiff steuern, ohne sich umdrehen zu müssen. Die Energie dafür erzeugen Solarzellen, die am Bug des Schiffs angebracht haben. Cornelia Hofmann freut sich bereits auf die „Belohnung am Ende der Strecke, ein sehr schönes kleines Hotel am Schwarzen Meer“.



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