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Ulm News, 08.04.2017 20:54

8. April 2017 von Ralf Grimminger
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Siegesserie beendet - ratiopharm ulm unterliegt Bayern München mit 68:83 (36:33) Punkten


ratiopharm ulm unterlag Bayern München am Samstagabend in der ausverkauften ratiopharm arena mit 68:83 (36:33) Punkten. Damit riss auch die Serie von 26 Siegen in Folge. Die Ulmer, die nicht ihr bestes Spiel machten, hatten das hoch emotionale, von harter Defensivarbeit geprägte Derby lange Zeit ganz gut im Griff. Taylor Braun und Trainer Thorsten Leibenath brachten das Team aber Ende des dritten Viertels durch drei technische Fouls in Folge selbst in Schwierigkeiten. Bayern München nutzte dies zu 7 Punkten in 7 Sekunden. Das Spiel war - selbstverschuldet -  gekippt.  Die Ulmer Korbjäger hatten nicht ihren besten Tag -und das Schiedsrichter-Trio auch nicht. Dennoch war die Niederlage vermeidbar.

Das Team von ratiopharm ulm hatte am vergangenen Wochenende spielfrei. Eine Pause zum Krafttanken, aber auch eine Pause, auf die der Ulmer Coach Thorsten Leibenath gerne verzichtet hätte. Denn sein Team spielt seit Wochen so beständig und gut, so dass eine Unterbrechung dieses Laufes nicht wünschenswert ist. Und eine Unterbrechung des wöchentlichen Spielrhythmus kann ein Team aus dem Tritt bringen. Die Befürchtungen des Trainers bewahrheiteten sich im ersten Viertel. Die Ulmer Basketballer, die in den letzten Spielen wie die Feuerwehr loslegten, spielten gehemmt und mit angezogener Handbremse – und die Würfe verfehlten mit schöner Regelmäßigkeit ihr Ziel. So dauerte es dreieinhalb Minuten bis Raymar Morgan die ersten Punkte für sein Team machten. Doch auch die Bayern trafen schlecht und so stand es nach fünf Minuten gerade mal 2:8 für die Gäste. Gegen Ende des Viertels setzten dann Kapitän Per Günther und vor allem Karsten Tadda die Akzente für den Tabellenführer, der das Viertel doch noch mit 12:12 ausgeglichen gestalten konnte. Im zweiten Viertel hatte die Ulmer dann aber ihren Rhythmus gefunden. Sie ließen die Münchner nun auch nicht mehr in gute Wurfpositionen kommen. Die Gäste leisteten sich gleich mehrere Abspielfehler in Folge. So konnte sich ratiopharm ulm mit 26:21 und wenig später 29:23 Punkten einen kleinen Vorsprung erarbeiten, vor allem weil nun auch die Distanzschützen trafen. Den Spielvorteil erarbeiteten sich die Hausherren aber mit ihren schnellen Händen, sie störten den Spielaufbau der Münchner permanent und penetrant. Die Münchner waren sichtbar genervt. 
Am Ende des zweiten Viertels, das die Ulmer mit 24:21 für sich entschieden, hatten die Schwaben schon wieder sieben Dreier (50 %) getroffen, davon je zwei Chris Babb und der starke Karsten Tadda. Dagegen war die Trefferquote unterm Korb mit 38 Prozent noch ausbaufähig. Alles in allem hatte ratriopharm ulm das Spitzenteam aus der Landeshauptstadt in den ersten zwanzig Minuten ganz gut im Griff und ging mit einer verdienten 36:33 Führung in die Pause. Auch nach der Pause hatten die Ulmer das Spiel im Griff. Den besseren Start erwischten allerdings die Münchner, doch dann hatten die Hausherren wieder ihren Rhythmus gefunden. Sie gingen wieder mit 44:39 und gleich darauf 47:41 in Führung.
Gegen Ende des Viertels kam jedoch plötzlich Hektik auf. Erst wurde ein Foul gegen Taylor Braun gepfiffen, dieser protestierte und erhielt ein technisches Foul gegen sich verhängt. Trainer Leibenath protestierte und wurde ebenfalls mit einem technischen Foul bestraft. Da sich der Coach nicht beruhigen wollte, fing er sich ein weiteres technisches Foul ein und musste dien Innenraum verlassen. Bayern München nutzte dies mit einem Korberfolg und Freiwürfen zu 7 Punkten in 7 Sekunden Spielzeit.
Die Ulmer waren jetzt ohne Trainer und von der Rolle. Das Viertel ging mit 14:23 Punkten an die Bayern. Auch den Ulmern Assistenztrainer ging das möglicherweise alles zu schnell, denn sie verzichteten darauf, im Schlussviertel, rechtzeitig eine Auszeit zu nehmen und das Team neu zu justieren. Die erbosten Fans riefen nun „Ohne Schiri habt ihr keine Chance“. Es half aber nichts mehr, denn im Schlussviertel ging dann auf Ulmer Seite nicht mehr viel. Das Team war erkennbar aus dem Tritt und traf auch nicht mehr gut. Das Spiel war zugunsten der Gäste gekippt. ratiopharm ulm konterte zwar nochmals mit einem 5:0 Lauf und verkürzte sechs Minuten vor Ende auf 57:66. Doch der Ex-Ulmer Dru Joyce machte dann für die Bayern mit zwei Dreiern in Folge alles klar. Den empörten Ulmer Fans war die Niederlage egal, sie sangen „Die Nummer 1 sind trotzdem wir&a mp;amp;a mp;amp;a mp;amp;a mp;ldquo;. I n der Tat: ratiopharm ulm ist nach wie vor souveräner Tabellenführer. Die Serie von 26 Siegen in Folge wurde aber mit der 68:83-Niederlage gegen die Bayern beendet. Die selbst verschuldete Schlappe ist zu diesem Zeitpunkt verschmerzbar. Ärgerlich ist es allerdings, wie die Niederlage zustande kam – mit gütiger Hilfe der Schiedsrichter und vor allem von Trainer Thorsten Leibenath, der sein Team, das in dieser Saison sicherlich schon besser gespielt hat, aus dem Tritt gebracht hat. Bester Ulmer Werfer war an diesem Abend Augustine Rubit mit 23 Punkten, Raymar Morgan, den die Bayern erfolgreich aus dem Spiel hielten, blieb mit 11 Punkten unter seinem Schnitt, holte aber 8 Rebounds. Morgan reagierte auf die Niederlage auf seine Art. Er duschte und fuhr dann zur Trainingshalle, in der er dann Freiwürfe und andere Würfe trainierte.  



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08.04.2017 : 18:00 Uhr

ratiopharm ulm - Bayern München



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