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Ulm News, 11.02.2017 18:44

11. Februar 2017 von Ralf Grimminger
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Bojen zum Innehalten - Galerie Schrade zeigt Installationen, Objekte und Malereien des Ulmer Künstlers Thomas Kahl


Der Ulmer Künstler Thomas Kahl beschäftigte sich in den vergangenen Jahren mit alltäglichen Motiven. Er malte sehr großflächig Zitronen, Pilze, Tomaten, auch Käfer und sehr viele Brote. Zuletzt widmete Thomas Kahl sich nun Bojen im Wasser. Die neuen Werke von Thomas Kahl sind in der Galerie Schrade bis zum 11. März unter dem Titel "Das Mutterschiff bringt uns nach Haus" zu sehen. 

Wasser, Wellen, Bojen, bevorzugt am Lago Maggiore, haben in den letzten Monaten den Ulmer Künster Thomas Kahl bewegt und angetrieben. Wie sehr, das ist seit Freitag in der Galerie Schrade im Fischerviertel zu sehen. Unter dem Titel "Das Mutterschiff bringt uns nach Haus" sind Installationen, Objekte und großflächige Malereien zu sehen. Bunte Bojen artige Installationen sind miten in den Räumen verteilt. Sie wirken wie farbige Stolpersteine, die nicht hierher gehören - was ist eine Boje ohne Wasser, was für einen Nutzen oder Wert hat eine Boje an Land ? -  auf dem Weg zu den Installationen und Bildern.
Neue Perspektiven und Seherlebnisse ermöglichen zahlreiche Röntgenkästen an den Wänden. Wie große, teilweise flimmernde Dia werden in diesen Röntgenkästen Aufnahmen des Sees gezeigt. Wasser und Seen, an denen man sich wohl fühlen kann und will. Die Fotos wirken so stark, wohingegen die Röntgenkästen, bei denen man unweigerlich an Krankheit denken muss, eher Abneigung und Abwehr hervorrufen. So gelingt Thomas Kahl ein schöner, emotionaler Kontrast  mit einer beruhigenden, atmenden und harmonischen Seenlandschaft, eben ein Wohlfühlbild, präsentiert in kalten, technischen Metallkästen mit denen man eher ein Unwohlsein verbindet.
Mit viel Farbe hat sich der Künstler schließlich dem Motiv Boje gewidmet. Wie der Journalist Jürgen Widmer treffend in seiner Rede zur Vernissage in der proppenvollen Galerie feststellte, fällt eine Boje in einem See oder einem Hafen nicht auf. Eine Boje ist nicht schön, nicht spektakulär, sie ist eben da, sie ist nützlich und gibt - wenn sie gebraucht wird - den kleinen und großen Schiffen Halt.
Thomas Kahl hat mit der Boje erneut ein alltägliches Ding, eben ein Objekt ausgesucht und es mit seiner Sicht und seiner Kunst in den Mittelpunkt gerückt, ja er hat der Boje fast schon eine Seele gegeben. Denn seine Bojen sind allein im Wasser, nur die Wellen spielen um die Boje. Kein Mensch, kein Boot ist zu sehen, und auch kein Mutterschiff, das womöglich doch nicht vorbeikommt und uns nach Hause bringt. Nichts, was von der Konzentration auf die Boje ablenken könnte. Und deshalb strahlen die großen Malereien eine eigentümliche Ruhe und Gelassenheit aus. 
Die Installationen, Objekte und Malereien von Thomas Kahl sind nun in der Ulmer Galerie Schrade bis zum 11. März unter dem Titel "Das Mutterschiff bringt uns nach Haus" zu sehen.  
Die Öffnunsgzeiten der Galerie Schrade sind Dienstag bis Freitag 13 bis 18 Uhr, Samstag 11 bis 15 Uhr sowie nach Vereinbarung. Sonn- und Feiertage geschlossen.  



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