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Ulm News, 11.01.2017 22:51

11. Januar 2017 von Ralf Grimminger
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Frustrierendes Ende in Litauen - ratiopharm ulm verliert mit 86:84 Punkten gegen Lietkabelis Panevezys


Trotz 35-minütiger Führung musste ratiopharm ulm bei Lietkabelis Panevezys eine 86:84 (41:53)-Niederlage trotz eines erneut überragend spielenden Raymar Morgan hinnehmen und hat nun schlechte Karten auf das Überstehen der Top16. Dabei führten die ersatzgeschwächten Ulmer über 35 Minuten. Wie gegen Bayern München hatte das Ulmer Team auch in Litauen Pech mit den Schiedsrichtern. 

Der erste Trip nach Litauen endet für ratiopharm ulm mit einer Niederlage. Dabei hatten die Gäste, die ohne Per Günther, Tim Ohlbrecht und Da’Sean Butler angetreten waren, die Partie in der Cido Arena Panevezys über weite Strecken bestimmt – und sich im zweiten Viertel eine 14 Punkte-Führung (32:46) erspielt. Doch als ein überragender Raymar Morgan (27 Punkte) von den Schiedsrichtern mit seinem fünften Foul belastet wurde, kippte die Partie drei Minuten vor dem Ende zugunsten der routinierten Gastgeber, die von der Freiwurflinie kaltschnäuzig blieben (26/31). „In Anbetracht der personellen Situation war das eine gute Leistung, die leider nicht belohnt wurde, weil wir mit Foulproblemen zu kämpfen hatten und uns in der zweite Halbzeit zu viele Ballverluste erlaubt haben“, so Head Coach Thorsten Leibenath.
Während Panevezys seine Bilanz durch seinen ersten Top16-Sieg ausgleichen konnte, steht ratiopharm ulm am Ende der Gruppe F (0-2) und benötigt im Heimspiel gegen Khimki Moskau (Mittwoch, 18. Januar, Tickets unter ratiopharmulm.com) einen Sieg, um die Chance auf das Weiterkommen zu wahren.
Drei Distanztreffer mehr sowie 31 zugesprochene Freiwürfe machten letztlich den Unterschied für Panevezys, das 8 Fouls weniger beging als ratiopharm ulm (28). Bereits ab dem dritten Viertel hatten die Gäste mit Foulproblemen zu kämpfen und mussten letztlich ohne ihren Topscorer Raymar Morgan auskommen. Obwohl Ulm mit 53 Prozent Zweiern immer noch über dem Eurocup-Schnitt (47%) lag, konnten es seine Effizienz aus der ersten Halbzeit (64% 2er) nicht konservieren, was auch an 15 Ballverlusten in der zweiten Hälfte lag. Ob in der Bundesliga oder im Eurocup: Raymar Morgan ist derzeit nicht zu stoppen. Nachdem der Big Man zuletzt gegen Jena einen neuen Bestwert im Trikot von ratiopharm ulm aufgestellt hatte (34 Punkte), konnte er auch auf internationalem Parkett seinen Highscore in die Höhe treiben. Während Panevezys kein Mittel gegen „das Biest“ fand, war es schließlich sein fünftes Foul, was ihn ausbremste. Auf Seite der Gastgeber bildeten Mindaugas Lukauskis und Ksistoff Lavrinovic ein 74 Jahre altes Duo, das dennoch 40 Punkte (7 Dreier, 13/16 FW) auf dem Statistikbogen vermerkte.

1. Viertel (17:27): Mit Till Pape als jüngstem Ulmer Starter im Eurocup eröffnete ratiopharm ulm seine erste Begegnung gegen einen litauischen Vertreter. Nachdem Panevezys seine ersten drei Würfe zum frühen 8:2 verwandelt hatte, war es erneut die Verteidigung der Ulmer, welche für das Momentum sorgte. Denn mit viel Aggressivität zwang die Gäste-Defense Panevezys in schlechte Würfe und 4 Ballverluste, welche allen voran der Topscorer von ratiopharm ulm im Angriff verwertete: Raymar Morgan wusste seine Schnelligkeitsvorteile gegen die litauischen Big Men voll auszusetzen - nach 4/4 Treffern war es schließlich Rubit nach einem weiteren Ulmer Steal, der einen 13:0-Lauf zum 8:15 (6.) abschloss. Nur von der Freiwurflinie (7/7) konnte Panevezys den Rückstand vorerst im einstelligen Bereich halten. Doch ein krachender Rubit-Dunk sowie ein Babb-Dreier vom Parkplatz sorgten in der spärlich besetzten Cido Arena für die erste zweistellige Führung der Ulmer (15:27).

2. Viertel (24:26): Und Morgan agierte weiterhin im Videospiel-Modus: Dass er nach seinem sechsten Treffer im sechsten Versuch (17:29) seinen ersten Fehlwurf hinnehmen musste, juckte „das Biest“ wenig, wie er nur wenige Sekunden später von Downtown (20:32, 12.) unter Beweis stellte. Und an seinem Center-Kollegen nahm sich der frisch eingewechselte Björn Rohwer sogleich ein Vorbild, als er sich, ebenfalls aus der Distanz, ein Herz nahm – und zum 24:37 (14.) einnetzte. Auch das 26:40 –die bislang höchste Führung – besorgten die Gäste von jenseits der 6,75 Meter: Diesmal belohnte Taylor Braun sein Team für die großartige Ballbewegung. Wenngleich Ksistof Lavrinovic ebenso zwei Dreier einstreute und Ulm 4 Ballverluste hinnehmen musste, kam Panevezys nicht näher als 9 Punkte an den deutschen Vizemeister heran (31:40/ 38:47). Besonders, weil sich Ulm mit konsequenten Offensivrebounds (6 / Panevezys 2) zweite Chancen erarbeitete und diese – wie Hobbs aus der Distanz (38:50, 19.) – zu verwerten wusste. Abgerundet wurde das zweite Viertel erneut von Chris Babb, der mit dem 8. Ulmer Dreier die 41:53-Halbzeitführung besorgte.

3. Viertel (19:11): Mit einem wahren Dreierregen kamen die Litauer aus der Kabine: Erst traf Likauskis doppelt (4/4), dann legte Lavrinovic nach. Weil Braydon Hobbs mit 5 Punkten dagegen hielt, konnte ratiopharm ulm seinen Vorsprung vorerst verteidigen. Beim Stand von 52:60 (23.) vergingen dann fast vier Minuten ohne Zählbares. Anstatt weiterhin Punkte sammelte ratiopharm ulm nicht nur Ballverluste (6), sondern zunehmend Fouls – innerhalb nur weniger Sekunden kassierten Augustine Rubit und Raymar Morgan jeweils ihr viertes Foul, während Panevezys den Ball des Öfteren wegen seiner Schrittfehler herschenkte. Der für Morgan eingewechselte Rohwer erlöste Ulm dann von der Freiwurflinie (52:62, 27.), doch Ulm fehlten in der Offensive seine Optionen und mit einem 8:2-Lauf kam Panevezys den Gästen auf 60:64 nahe.

4. Viertel (26:20): Trotz seiner „foul troubles“ schickte Thorsten Leibenath zu Viertelbeginn Augustine Rubit zurück auf das Parkett. Und die Entscheidung des Head Coaches sollte sich auszahlen: Rubit war für die ersten 6 Ulmer Punkte zuständig und hatte damit eine Antwort auf die von Downtown heiß laufenden Litauer: Als Ben Madgen den 12. Dreier für die Gastgeber versenkte, hatte Panevezys zum ersten Mal seit dem ersten Viertel ausgeglichen (68:68., 33.). Doch wie Rubit konnte auch der foulbelastete Raymar Morgan sein Team tragen: Mit 8 Punkten in Folge erhöhte der Center wieder plus sieben (71:78, 37.). Doch hatte der Big Man mit 27 Punkten gerade noch einen neuen persönlichen Eurocup-Bestwert aufgestellt, musste er wenig später sein fünftes Foul hinnehmen.
Weil die Schiedsrichter dazu noch ein technisches Foul verhängten, nutzten die Litauer die strittige Entscheidung zum erneuten 78:78-Ausgleich. Für den Wendepunkt sorgten die anschließenden Ulmer Freiwürfe. Denn nachdem Rubit an der Linie zweimal gescheitert war, lief Panevezys den Fastbreak zur ersten Führung (80:78) seit der 3. Spielminute. Und da Panevezys seine Freiwürfe (6/6) eiskalt traf, schafften die bis zum Schluss kämpfenden Ulmer die Wende nicht mehr.
Thorsten Leibenath (Head Coach ratiopharm ulm): „Beide Teams wussten heute, dass die diesen Sieg brauchen, um die Chance auf das Weiterkommen zu wahren. In Anbetracht der personellen Situation war das eine gute Leistung, die leider nicht belohnt wurde, weil wir mit Foulproblemen zu kämpfen hatten und uns in der zweiten Halbzeit zu viele Ballverluste erlaubt haben.“
Mit seinem ersten Auftritt in der Starting Five ist der 19-jährige Till Pape der jüngste Ulmer Starter auf europäischem Parkett. Pape löst damit Joschka Ferner ab, der in der Saison 2015/16 erstmals im Eurocup gegen Venedig (22 Min, 5 Pkt, 1 As) startete – damals allerdings 9 Monate älter war als Pape heute.



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